Die Stadt sucht für das Projekt am Rott noch einen Investor. Mehrere Häuser sollen entstehen.

Bockum
Hochwertige und energieefiziente Neubauten sollen auf dem Gelände am Rott entstehen.

Hochwertige und energieefiziente Neubauten sollen auf dem Gelände am Rott entstehen.

Dirk Jochmann

Hochwertige und energieefiziente Neubauten sollen auf dem Gelände am Rott entstehen.

Krefeld. Hochwertige und energieeffiziente Neubauten sollen die Bebauung am Rott, nördlich der Friedrich-Ebert-Straße in Bockum, aufwerten. 16 Wohnungen und Häuser sollen auf den Grundstücken der Nummern 130 bis 134 und dem ehemaligen Speditionsgelände gebaut werden. Stadtplanerin Claudia Mojsisch stellte die Pläne der Verwaltung in der Bezirksvertretung (BZV) Ost vor. Allerdings wird für das Millionen-Projekt noch ein Investor gesucht.

FDP kritisiert, dass zu wenig Stellplätze eingeplant sind

Die BZV stimmte dem entsprechenden Bebauungsplan mehrheitlich grundsätzlich zu. Dieser wird darüber hinaus der Öffentlichkeit noch in einer speziellen Veranstaltung erläutert.

Probleme, das machten in der Sitzung auch verschiedene Beiträge deutlich, dürfte es mit der zusätzlichen Verkehrsbelastung geben. Zwar sind 16 begrünte Carports und elf Stellplätze auf dem Gelände vorgesehen, doch kritisierte die FDP den Schlüssel von 1,5 Plätzen pro Wohnung. Heidi Matthias von den Grünen setzte sich dafür ein, eine Tiefgarage in die Planungen mit einzubeziehen.

Die derzeit noch vorhandene Bebauung am Rott und die 200 Quadratmeter große Lagerhalle der früheren Spedition sollen abgerissen werden. Insgesamt ist das Areal rund 4600 Quadratmeter groß. Es grenzt im Norden, Westen und Süden an die Gärten der Häuser an der Johannes-Heynen-, der Grotenburg- sowie der Friedrich-Ebert-Straße.

Stadt will für den Investor einen Gestaltungsleitfaden erarbeiten

An der Straßenfront soll die bestehende Bebauung durch ein dreigeschossiges, barrierefreies Mehrfamilienhaus mit Satteldach ersetzt werden. Auf der hinten liegenden Fläche ist die Errichtung von fünf Reihenhäusern und in nördlicher Richtung eines Doppelhauses geplant. Die Privatgärten der Neubauten grenzen an die vorhandenen Gärten, um einen ruhigen Bereich zu den Nachbargrundstücken zu schaffen. Erschlossen werden sollen die Neubauten von einer Stichstraße ab der Straße am Rott.

Die Stadt Krefeld will durch die Umnutzung bereits erschlossener Flächen eine behutsame Innenentwicklung betreiben. Durch den Abriss der Wohngebäude und der rund 200 Quadratmeter großen Lagerhalle bieten sich städtebauliche Perspektiven zur Neuordnung des Plangebietes. Die Spedition war bis vor rund 20 Jahren auf dem Gelände ansässig.

Die Architektin Antje Thelen plant optisch eine „moderne Architektursprache“. Sie will eine dem Ortsbild entsprechende Bebauung realisieren. Deshalb ist für die Fassaden Ziegelmauerwerk angedacht.

Bei der Wahl der Materialien soll Nachhaltigkeit eine Rolle spielen

Bei der Wahl der Baumaterialien soll auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Um diese Ansprüche abzusichern, will die Stadtplanung für den künftigen Investor einen städtebaulichen Vertrag mit einem Gestaltungsleitfaden erarbeiten. Für die Energieversorgung sieht die Planung insbesondere Solaranlagen und Geothermie vor.

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