Viele Wege in den Parks sind in einem schlechten Zustand. Oftmals sind sie nur notdürftig mit Schotter aufgefüllt.

Eine notdürftig mit Schotter aufgefüllten Fläche auf dem Fußweg zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Buschstraße. Bei Regen wird dieser Fußweg komplett geflutet und ist praktisch nicht mehr zu benutzen.
Eine notdürftig mit Schotter aufgefüllten Fläche auf dem Fußweg zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Buschstraße. Bei Regen wird dieser Fußweg komplett geflutet und ist praktisch nicht mehr zu benutzen.

Eine notdürftig mit Schotter aufgefüllten Fläche auf dem Fußweg zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Buschstraße. Bei Regen wird dieser Fußweg komplett geflutet und ist praktisch nicht mehr zu benutzen.

Robert Seegers kritisiert den Zustand der Flächen.

Andreas Bischof/privat, Bild 1 von 2

Eine notdürftig mit Schotter aufgefüllten Fläche auf dem Fußweg zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Buschstraße. Bei Regen wird dieser Fußweg komplett geflutet und ist praktisch nicht mehr zu benutzen.

Krefeld. Bei Regen ist hier kein Durchkommen. Robert Seegers zeigt auf die zahlreichen Schlaglöcher, die sich auf dem Fußgängerweg zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Buschstraße, mitten durch die Kleingartenanlage Krefeld-Bockum-West, aneinanderreihen. Derzeit sind sie notdürftig mit grobem Schotter aufgefüllt. „Doch schon beim nächsten kräftigen Regenguss ist hier kein Durchkommen mehr, die Strecke wird zur Schlammpiste – und nicht nur hier“, erzählt Seegers bei einem gemeinsamen Spaziergang.

„Mütter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer sind besonders betroffen.“

Robert Seegers

Mit seiner Kamera hat er die zahlreichen Stellen hier wie auch in Schönhausen- und Sollbrüggenpark und an der Scheiblerstraße dokumentiert. Seit einem Jahr bemüht er sich als naturliebender Bürger um die Wiederherstellung eines ordentlichen Zustandes der Park- und Fußwege in Bockum. Dazu hat er Kontakt zum Bürgerverein aufgenommen ebenso wie zur zuständigen Bezirksvertretung Ost und neuerdings auch zu der Seniorenunion.

„Die Wege können bei Regen noch tagelang danach kaum genutzt werden. Mütter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer sind besonders betroffen.“ Sie können nicht über die Rabatten am Wegesrand den Schlammpfützen ausweichen und stecken dann oftmals fest. Die Trampelpfade wiederum verschlechtern weiter den jetzigen Zustand.

Matthias Pasch, Abteilungsleiter des Fachbereichs Grünflächen, sieht bei den Wegen selber auch einen dringenden Handlungsbedarf. In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung ging er auf die Anfrage Seegers in der Bürgerfragestunde ein. „Die Wege sind in einem schlechten Zustand, das ist das Resultat der Haushaltskonsolidierung.“ Nur 50 000 Euro insgesamt stünden für alle Wege im Stadtgebiet zur Verfügung. Deshalb seien oftmals nur leichte Ausbesserungen möglich.

Wegen des feuchten Winters seien viele Wege sehr aufgeweicht. Wenn dann noch die Pflegeteams mit ihren schweren Fahrzeugen darüber fahren, verschärfe sich die Situation. „Diese Aussage kann nicht verallgemeinert werden“, kommentiert der Agrar-Diplomingenieur.

Mit Böden und ihrer Beschaffenheit kennt er sich von Berufs wegen aus. „Es ist auf dem Fußweg durch die Kleingartenanlage nicht mit schwerem Gerät gearbeitet worden, als vor kurzem dort zwei Bäume gefällt werden mussten. Da kam die Motorsäge zum Einsatz“, schildert er seine Beobachtungen. Auch im Sollbrüggenpark sind bei Regen viele Wege stellenweise überflutet. Auch dort sei im vergangenen Winter nicht mit schwerem Gerät gearbeitet worden.

Vor kurzem gab es auf Initiative von Seegers eine Ortsbegehung. Mit dabei gewesen sind Michael Wielebinski, Leiter des zuständigen Betriebshofs, und Manfred Läckes, CDU-Ratsherr und Vorsitzender des Bockumer Bürgervereins. „Die Pfützenbildung ist kein neues Thema“, sagt Läckes gegenüber der WZ. Ihm ist das Problem seit zwei bis drei Jahre bekannt. „Das kann nicht so bleiben.“ Bislang sei nur grob an den Stellen jeweils etwas Schotter aufgebracht worden. Helfen würde das aber nicht.“

Seegers schlägt vor, wie in der Landwirtschaft, den Boden der Wege mit einem Meißel aufzulockern, anschließend glatt zu ziehen und dann mit einem Rüttler zu verfestigen. „Dazu braucht man nur ein Gerät und ein bis zwei Arbeiter“, sagt Seegers mit Blick auf die schwierige Haushaltssituation der Stadt.

Läckes: „Das reicht nicht.“ Zunächst müsse der Weg mit einer leichten Krümmung aufgefüllt werden, damit dann bei Regen das Wasser rechts und links in die Rabatten abfließen könne und sich nicht staue. Einen entsprechenden Vorschlag will der Leiter des Betriebshofes ihm in den nächsten zwei Wochen vorlegen.

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