Bei einer Infoveranstaltung zum Ausbau der A 57 wurde rege diskutiert.

Bockum
Der sechsspurige Ausbau der A 57 soll den Verkehrsfluss erleichtern. Archiv

Der sechsspurige Ausbau der A 57 soll den Verkehrsfluss erleichtern. Archiv

Andreas Bischof

Der sechsspurige Ausbau der A 57 soll den Verkehrsfluss erleichtern. Archiv

Krefeld-Bockum. Der Lärmschutz war das herausragende Thema. Joachim van Bebber und Michael Kaufmann von der Projektgruppe A 57 des Landesbetriebs Straßenbau informierten auf Einladung des Bürgervereins Bockum im Forum des Gesamtschule Kaiserplatz über den Stand des A 57-Ausbaus.

Wilhelm Kolder, Vorsitzender des Bürgervereins, betonte: „Ich denke, dass jedem klar ist, dass wir eine vernünftige Infrastruktur brauchen, wenn wir wirtschaftlich leben wollen.“ Van Bebber erläuterte, was es für ihn bedeute, Rede und Antwort zu stehen: „Wir möchten die Bevölkerung durch intensive Öffentlichkeitsarbeit mehr einbinden.“

Lärm- und Umweltschutz werden häufig angesprochen

Seit 2004 ist der Ausbau der A 57 im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen als vordringliche Maßnahme festgeschrieben. Bereits jetzt wird die A 57 täglich von 78 000 Kraftfahrzeugen befahren. Bis 2020 soll diese Zahl auf 104 000 Fahrzeuge steigen – obwohl die Autobahn nur für 70 000 Fahrzeuge ausgelegt ist.

Die Bürger zeigten sich besonders beunruhigt über den Lärm. Es sollen bis zu sechseinhalb Meter hohe Wände errichtet werden. Sowohl am Standstreifenrand als auch teilweise auf den Mittelstreifen sind diese Wände vorgesehen. Auch Flüsterasphalt ist geplant. An naheliegenden Wohnhäusern werde es bis zu zwölf Dezibel leiser sein. Außerdem ist passiver Lärmschutz möglich, also beispielsweise spezielle Fenster. „Während der Arbeiten ist Baulärm zu erwarten. Die Bauzeit wird zwei bis vier, eher jedoch vier Jahre betragen“, sagte Kaufmann. Die Beeinträchtigung solle jedoch zeitlich begrenzt sein.

Bei der Fragestunde sprachen die Bürger die vermehrte Luftverschmutzung an. Auch die Frage, ob der Schallschutz auf den Autobahnzubringern besonders eingeplant werden muss, tauchte auf. „Ja, aber dies ist keine Aufgabe, die der Bund an uns stellt“, sagte van Bebber.

Versammlung Im Anschluss an die Diskussion fand die Mitgliederversammlung des Bürgervereins Krefeld-Bockum statt. 2011 Als Höhepunkt des vergangenen Jahres nannte Kolder den Stand auf der Summer Street, die anfangs zwar verregnet war, dann aber noch sehr schön geworden sei. Die Spenden durch Kaffee und Kuchen, die sich nach der Aufrundung seitens des Vereins auf 1000 Euro beliefen, gingen an das Kinderheim an der Kaiserstraße.

Logo Bei dieser Veranstaltung wurde auch das neue Logo mit der Skyline von Bockum vorgestellt.

2012 In diesem Jahr möchte sich der Verein weiter dafür einsetzen, zentrale Bereiche Bockums noch attraktiver zu machen und dafür sorgen, dass die Geschäfte erhalten bleiben und neue hinzukommen.

Wahlen Der Vorstand wurde „en bloque“ gewählt: Armin Engel, Ulrich Hahnen, Gerhard Hanisch, Joachim Heitmann, Stephan Krantz, Manfred Läckes, Margret und Oliver Leist, Silke Wonnemann und Wilhelm Kolder wurden einstimmig gewählt. Kolder selbst trat jedoch nach 18 Jahren vom Vorsitz zurück: „Auch wenn man sich manchmal richtig ärgern musste, hat mir das Amt viel Freude bereitet.“

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