Die polizeilichen Ermittlungen zu der schweren Messerattacke in Traar im Juni dieses Jahres sind abgeschlossen. Am 12. Dezember beginnt der Prozess im Landgericht Krefeld.

Krefeld. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, "dass der 18-jährige Angeklagte einen befreundeten 17-Jährigen töten wollte und dass angesichts des plötzlichen und unvorhergesehenen Angriffs die Voraussetzungen des gesetzlichen Mordmerkmals der Heimtücke erfüllt sind", teilt ein Pressesprecher des Landgerichts mit.

Laut Staatsanwaltschaft habe sich der Angeklagte, "maskiert und mit Pfefferspray sowie einem Butterflymesser bewaffnet, in einem Gebüsch verborgen. Als der mutmaßlich Geschädigte erschienen sei, habe der Angeklagte ihn unvermittelt angegriffen. Er habe ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und in der Folgezeit mehrfach mit dem Messer in den Bereich des Rückens und der Seite gestochen". Außerdem habe der Angeklagte versucht, den Kopf des 17-Jährigen zu treffen, diesen jedoch verfehlt.

Dem lebensgefährlich verletzten Jugendlichen ist es schließlich gelungen, sich zu einem zufällig eintreffenden Fahrzeug zu retten. Ein Pärchen nahm den Verletzten mit und brachte ihn zu einem Eiscafé in Traar. Vor Ort kümmerten sich mehrere Personen mit Erfahrung in Erster Hilfe um das verletzte Opfer, bis der Notarzt eintraf.

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