An der Johansenschule am Kohlplatzweg entsteht mit Beginn der Sommerferien für 1,16Millionen Euro ein schmucker Anbau.

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Sie freuen sich über die neuen Räume für die Johansenschule in Linn: (v.l.) Rainer Hendrichs vom Fachbereich Schule, Sabine Grünwald (Architektin), Corinna Dimmers (Schulpfegschaftsvorsitzende) und die Schulleiterin Ulrike Vermeulen-Deimen.

Sie freuen sich über die neuen Räume für die Johansenschule in Linn: (v.l.) Rainer Hendrichs vom Fachbereich Schule, Sabine Grünwald (Architektin), Corinna Dimmers (Schulpfegschaftsvorsitzende) und die Schulleiterin Ulrike Vermeulen-Deimen.

Andreas Bischof

Sie freuen sich über die neuen Räume für die Johansenschule in Linn: (v.l.) Rainer Hendrichs vom Fachbereich Schule, Sabine Grünwald (Architektin), Corinna Dimmers (Schulpfegschaftsvorsitzende) und die Schulleiterin Ulrike Vermeulen-Deimen.

Krefeld/Linn. Rainer Hendrichs, der Leiter des Fachbereichs Schule der Stadt Krefeld, kommt geradezu ins Schwärmen, wenn er an die Neu- und Umbaumaßnahme für die Grundschule am Linner Kohlplatzweg denkt.

"Hier wird es richtig schön", ist sein Kommentar. "Der Altbau samt Aula kommt in Sachen Brandschutz auf Vordermann, die Fenster werden aus energetischen Gründen ausgetauscht und der Neubau wird den Schulhof wie ein Atrium umschließen. Dazu ist das Gelände mit Zweifach-Turnhalle, Kleinsportanlage, Spielplatz und Fußballfeld riesengroß. Das hat sonst keine Lehreinrichtung in Krefeld."

Die Zusammenlegung der beiden Schulen hatte für Unruhe gesorgt

Im Vorfeld hat es einige Unruhe um die Grundschulsituation im Stadtteil gegeben. Die Zusammenlegung der katholischen Hermann-Keussen-Schule an der Königsberger Straße mit der Gemeinschaftsgrundschule am Kohlplatzweg war aufgrund des starken Schülerschwundes und dem Rückgang der Schülerzahl mit katholischem Bekenntnis notwendig geworden.

Hendrichs: "Aufgrund der vermeintlich unsicheren Situation haben Eltern mit katholischem Bekenntnis aus Gellep-Stratum ihre Kinder in Lank angemeldet. Sie wollen wir aber zurückholen."

Die neue Schulbezeichnung lautet nun: "Johansenschule, Städtische Gemeinschaftsgrundschule mit katholischem Bekenntnisstandort." Das neue erste Schuljahr wurde bereits komplett am Kohlplatzweg untergebracht. Rektorin Ulrike Vermeulen-Deimen: "Wir haben drei Eingangsklassen. Eine ist eine rein katholische Klasse."

Die Sanierungsmaßnahmen im Altbau kosten rund 250 000 Euro und werden aus dem Fünf-Millionen-Topf der Stadt, der fünf Jahre lang zur Verfügung steht, gedeckt. Der 290 Quadratmeter große Neubau schlägt mit 1,16 Millionen Euro zu Buche, die durch den Verkauf des Grundstücks an der Königsberger Straße finanziert werden sollen. Im Neubau entstehen im Erd- und Obergeschoss unter anderem fünf Klassenräume und ein Verwaltungstrakt mit Lehrer-, Schulleiter- und Besprechungszimmer.

Insgesamt werden rund 300 Kinder die Schule am Kohlplatzweg 25 besuchen.

Die Schule ist nach dem Oberbürgermeister Dr. Johannes Johansen benannt, der sich besonders für den Stadtteil Linn verdient gemacht hatte. Eröffnet wurde die Schule am 28. April 1954 mit einer kleinen Feierstunde.

Für den Umzug an den Kohlplatzweg spricht auch, dass die Hermann-Keussen-Schule für rund eine Million Euro saniert werden müsste. "Jetzt wird das etwa 10000 Quadratmeter große Gelände veräußert, wenn es von den Schülern nicht mehr gebraucht wird", erklärt der Fachbereichsleiter Schule.

Noch besuchen fünf Klassen den alten Schulstandort Königsberger Straße, der nun ausläuft. Zum Schluss werden die letzten vierten Klassen umziehen. "Dann werden die Um- und Neubaumaßnahmen, die ab Sommer für ein Jahr laufen, beendet sein", schätzt Projektleiterin Sabine Grünwald.

"Es wird ein schweres Jahr", darin sind sich die Verantwortlichen einig. "Die Arbeiten sind aber auch notwendig, weil die Schule nun den Offenen Ganztag anbietet und dafür ebenfalls Räume braucht", so Vermeulen-Deimen.

Der neue Gebäudeteil umschließt den Schulhof wie ein Atrium

Mit dem Start der Sommerferien Anfang Juli geht es los, dann wird ein geknicktes Gebäude direkt an den L-förmigen Altbau anstelle des Pavillons errichtet. Grünwald: "Ein Durchbruch verbindet die beiden Gebäudeteile und sorgt auch für einen zweiten Fluchtweg. Der wird zurzeit durch eine Außentreppe gesichert."

Der neue Gebäudeteil umschließt den Schulhof wie ein Atrium und läuft in einer großen Treppe aus. Dem Schulstandort mit musisch-kreativem Schwerpunkt wird künftig Rechnung getragen.

"Hier können Theatervorführungen stattfinden; der Schulhof bekommt somit einen neuen pädagogischen Charakter", so Hendrichs. Die Stufen können demnächst als schmucke Showtreppe dienen oder als Tribüne.

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