Eine Videoüberwachung ist laut SPD-Sprecher Jürgen Hengst nicht mehr nötig.

Braucht der Uerdinger Bahnhof eine Videoüberwachung?
Braucht der Uerdinger Bahnhof eine Videoüberwachung?

Braucht der Uerdinger Bahnhof eine Videoüberwachung?

DJ

Braucht der Uerdinger Bahnhof eine Videoüberwachung?

Krefeld-Uerdingen. Staatskundeunterricht aus erster Hand für rund 50 Schüler, Eltern und Lehrer der Paul-Gerhardt-Schule in der Bezirksvertretung (BZV) Uerdingen: Mit vielen Schildern ("Für das Kinderrecht auf Bildung") protestierten sie gegen die geplante Schließung der örtlichen Bücherei. Sie soll der Haushaltskonsolidierung zum Opfer fallen und jährlich rund 10.000 Euro einsparen.

Bezirksvorsteher Elmar Jakubowski zog für die kleinen Besucher im "Et Klöske" den Punkt Einwohnerfragestunde vor, um sie zu Wort kommen zu lassen.

Ohne Ausnahme versicherten die Bezirksvertreter aller Fraktionen, dass sie sich auch in der entscheidenden Ratssitzung am 9.Dezember für den Erhalt der Bücherei einsetzen werden. Zur Untermauerung ihrer Forderung legten die Protestierenden 3475 Unterschriften vor. Auf Antrag der SPD wurde einstimmig für den Erhalt der Bücherei gestimmt.

CDU und SPD beantragten, für Planung und Ausbau des Bahnhofsumfeldes rund 220.000 Euro im Haushalt der Stadt bereitzustellen. Unklar blieb, ob das die rund 60.000 Euro einschließt, die für die Videoüberwachung des Tunnels verwendet werden sollen.

SPD-Sprecher Jürgen Hengst sprach sich dafür aus, die Überwachung zu überdenken, da das Vandalismusproblem im Tunnel abgenommen habe. Auf den Weg gebracht wurde auch der Verkauf des denkmalgeschützten Brempter Hofs an der Alten Krefelder Straße. Er würde rund eine halbe Million für die Stadtkasse einbringen.

Gelöst werden müsse jedoch das künftige Domizil des jetzt noch dort untergebrachten Heimatvereins. Die Bezirksvertreter nahmen zur Kenntnis, dass der rund 4000 Quadratmeter große Parkplatz am Röttgen künftig nicht mehr mit der Parkscheibe, sondern nur noch gegen Bargeld am Parkscheinautomaten zu nutzen sei.

CDU-Sprecher Werner Näser sprach sich für den Erhalt von 50 konventionellen Parkplätzen aus. An die Fraktionen im Rat wird die Empfehlung weitergeleitet, die bisherige Regelung beizubehalten.

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