Krefelder lassen es Ende September krachen und feiern gebührend die sanierte Schiffsanlegestelle samt Rheindeich.

Freuen sich aufs Steigerfest (v.l.): Frank Meyer, Maik van Ditshuizen, Elisabeth Leenen, Mario Bernards und Uli Cloos.
Freuen sich aufs Steigerfest (v.l.): Frank Meyer, Maik van Ditshuizen, Elisabeth Leenen, Mario Bernards und Uli Cloos.

Freuen sich aufs Steigerfest (v.l.): Frank Meyer, Maik van Ditshuizen, Elisabeth Leenen, Mario Bernards und Uli Cloos.

Andreas Bischof

Freuen sich aufs Steigerfest (v.l.): Frank Meyer, Maik van Ditshuizen, Elisabeth Leenen, Mario Bernards und Uli Cloos.

Krefeld. Die Freude reicht bis zum Sinter Claas nach Holland: Der Steiger ist wieder in Betrieb. Der Nikolaus kann im Dezember endlich wieder mit dem Boot in Uerdingen anlegen, diesmal sogar mit einem 135 Meter langen Schiff, wenn er denn ein solches hat. Schon Ende September werden die Krefelder ihre sanierte Schiffsanlegestelle samt Rheindeich gebührend feiern und es ordentlich krachen lassen. Es findet ein Steigerfest mit einem außergewöhnlichen Programm in der ganz neuen, besonderen Atmosphäre am und auf dem Wasser statt. Es gibt unter anderem Hafenrundfahrten, eine Wassersportparade auf dem Rhein, eine Street-Food-Meile, viel Musik, Führungen und noch mehr Infos.

OB Meyer: „Krefeld rückt gefühlt näher ans Wasser“

„Wir müssen Krefeld als Stadt am Rhein besser pflegen und leben“, betont Oberbürgermeister Frank Meyer. „Krefeld als Marke, Standort und Identität mit dem geografischen Standpunkt Rhein wird jetzt gestärkt.“ Bereits der neue Rheindeich habe mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität bedeutet. Mit dem Steiger rücke Krefeld „gefühlt“ näher ans Wasser. Und zwar alle Krefelder. Die alte Rivalität zwischen Uerdingern und Krefeldern sei an vielen Stellen Folklore, sagt der Stadtchef weiter. „Folklore, wie sie Düsseldorfer und Kölner pflegen, ist im Karneval gut untergebracht.“

Für das Steigerfest haben sich eine Reihe namhafter Akteure zusammengefunden, um der Tatsache „Krefeld am Rhein“ Bedeutung zu verleihen. Uli Cloos, Leiter Stadtmarketing, erklärt: „Es wird mehr als ein Stadtfest. Krefeld positioniert sich selbstbewusst am Rhein – als Industriestandort, Stadt am Wasser und Freizeitstandort. Das müssen wir nach außen tragen.“ Vier Bestandteile hat das Steigerfest unter dem Motto „Was Krefeld alles kann“. Zuerst kommen die Informationen, beispielsweise mit einem kleinen stadthistorischen Rundgang am Rhein entlang und einer Führung über den Rheindeich.

Gastronomie, Musik und Wassersportparade

Bei kostenlosen Hafenrundfahrten mit dem MS Rheintreue samt Moderator werden die Gäste das Gebiet mit allen Neuigkeiten am Wendebecken aus neuer Perspektive entdecken. Dann stellt sich die Gastronomie vor, die Street-Food-Meile ist nur ein Aspekt davon. Das Bühnenprogramm umfasst Musik vom Schul- bis zum Shanty-Chor, von Traumschifftrompeter Manny van Dits bis zu den Bayer-Symphonikern mit den Steiger-Proms und Szene-Bands wie Minor Cabinet. Cloos: „Schließlich wird es auf dem Wasser interessant. Einen halben Kilometer lang ist die Wassersportparade auf dem Rhein. Die Besucher sehen Oldtimer-Speedboote, Kajaks, Ruder- und Kirchboote, die flussabwärts fahren und von der Bühne aus beschrieben werden.“

Mitveranstalter ist der Chemiepark. Mario Bernards, Leiter Politik und Bürgerdialog, erklärt, dass die Industrie in der Stadtgemeinschaft dabei sei und der Steiger dafür stehe, dass viele Menschen Krefeld erreichen können. Hafengeschäftsführerin Elisabeth Leenen freut sich, dass es „nach nur elf Monaten, aber mit umfangreichen Arbeiten und beträchtlichen Kosten“ gelungen sei, den Steiger zu sanieren.

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