19 Teams spielten im Beachclub des Sportparks von Bayer Uerdingen den Gewinner aus. Im vergangenen Jahr waren es nur fünf gewesen.

Uerdingen
SHG Energy aus Krefeld (in Grün) musste gegen „Die Abräumer“ ran. Am Ende reichte es allerdings für beide Teams nicht zum Sieg.

SHG Energy aus Krefeld (in Grün) musste gegen „Die Abräumer“ ran. Am Ende reichte es allerdings für beide Teams nicht zum Sieg.

Andreas Bischof

SHG Energy aus Krefeld (in Grün) musste gegen „Die Abräumer“ ran. Am Ende reichte es allerdings für beide Teams nicht zum Sieg.

Krefeld. „Wir haben uns erst einmal ein bisschen warm gemacht, jetzt greifen wir an und es geht richtig ab“, sagte nach der knappen Auftakt-Niederlage die 17-jährige Anna Schmidt, die ansonsten bei der HSG Alpen Rheinberg den Handball in ihrem Landesliga-Team in der Hand hat. Die komplette Handballmannschaft aus Rheinberg mit diesmal zwei Einzelteams probierte gerade mal das Völkerballspiel aus. Wie 17 andere Mannschaften auch.

Denn nach der Premiere im vergangenen Jahr, als sich nur fünf Teams gegenseitig abwarfen, war diesmal auf den sandigen Spielflächen am Beachclub des Sportparks von Bayer Uerdingen viel mehr los.

Mannschaften gaben sich Namen wie Rambo-Sand-Sonderkommando

Sarah Weber und Michael Neppeßen vom Krefelder Moveo-Magazin hatten das Event mit den diesmal 19 Teams gemeinsam mit dem Beachclub möglich gemacht. Bei optimalen äußeren Bedingungen waren sich die Teams einig: „Wir machen keine Gefangenen.“

Sie hatten sich entsprechend angriffslustige Namen gegeben. Die „Reinsten Titanen“ oder das Rambo-Sand-Sonderkommando waren unter anderem auf den vier Spielflächen vertreten. Weitaus moderater ließ es die Krefelder Unternehmerschaft angehen, unter anderem mit Joana Buccini und Volker Schaven. Und auch die „Lückige Front“ machte ihrem Namen alle Ehre.

Ehe sich die Sportler an der Bar des Beachclubs leichte oder mittelschwere alkoholische Getränke wie die „Russenmelone“, die „Promenadenmischung“ oder den „Gin des Lebens“ genehmigten, ging es auch für das weibliche American-Football-Team der „Neuss Frogs Ladies“ erst einmal in den Sand. Ihr Team bestand aus sieben Spielerinnen. Judith, Kim, Rihannon, Isa, Annika, Anna und Jasmin gaben alles, hatten aber zunächst gegen die „Power Rangers“ keine große Chance.

Sieger des Turniers wurden „Friendly Fire“ aus Mönchengladbach. Den zweiten Platz belegte „Die Mannschaft“ aus Tönisvorst (Mitarbeiter eines Inkasso-Unternehmens). Auf Platz drei landete ein Team des Beachclubs mit dem Mannschafts-Namen „Team mit Auge“ und auf Platz vier ein privates Krefelder Team unter dem Namen „Freunde der Freizeit“.

Rund 850 Euro gehen als Spende der Veranstalter an den Verein „Schenke Leben“ aus Krefeld.

Aber das war den gut an ihren schweren grün-weiß-schwarzen Football-Trikots erkennbaren Sporttalenten auch komplett egal. Sie waren dabei. Mehr zählte nicht für die jungen Frauen, die normalerweise mit einem Fünfer-Team in einer Aufbauliga spielen und noch Unterstützung ab 15 Jahren aufwärts brauchen können, wie Spielführerin Judith am Rande des Völkerball-Feldes erzählt.

Die meisten der Teilnehmer treiben auch so gemeinsam Sport

„Natürlich treiben wir auch richtigen Sport“, sagte Sascha Sprick vom gemischten Team der Krefelder Gemeinschaft „KR-Letics“ schmunzelnd in einer Spielpause . Annähernd 30 junge Leute treffen sich regelmäßig zur Fitness unter anderem auch im Bewegungspark im Stadtwald (auch wieder am heutigen Montag um 19 Uhr). „Jeder kann kommen und mitmachen“, meinte Ilana Lundström.

Die Gruppe war gut drauf, hatte gerade ihr Spiel gegen eine Mönchengladbacher Mannschaft schon vor der erlaubten Zeit gewonnen. Denn Sieger war generell das Team, das nach fünfzehn Minuten noch die meisten Spieler auf dem Feld hatte.

Bis auf den 13-jährigen Lukas schickte der TV Rees eine reine Frauenmannschafts aufs Feld. „Wir müssen uns erst noch an den viel leichteren Ball und die neuen Regeln gewöhnen, dass man den Gegner auch von den Seitenlinien abwerfen kann“, meinte nach der ersten Niederlage Heike Stades. Hinterher lief es besser.

Das Turnier soll es nun jedes Jahr geben

„Das Turnier machen wir jetzt in jedem Jahr“, waren sich die Veranstalter, Sarah Weber von Moveo und Julien Thiele vom Beachclub einig.

Über das aktuelle Völkerball-Turnier wird sich auch der Krefelder Verein „Schenke Leben“ freuen. Er wird den Erlös aus den Startgeldern zusammen mit anderen kleineren Spenden bekommen.

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