Seit dem Sommer gibt es auf der Hochfelder Straße eine Rattenplage. Sie kommen aus einem alten Schrebergarten.

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Horst Terlinden zeigt den Rattenkot an seiner Garage auf der Hochfelder Straße. Bisher hat er kein Rezept gegen die Plage gefunden.

Horst Terlinden zeigt den Rattenkot an seiner Garage auf der Hochfelder Straße. Bisher hat er kein Rezept gegen die Plage gefunden.

Andreas Bischof

Horst Terlinden zeigt den Rattenkot an seiner Garage auf der Hochfelder Straße. Bisher hat er kein Rezept gegen die Plage gefunden.

Oppum. Ratten werden an der Hochfelder Straße in Oppum zur Plage. "Die hässlichen Nager kommen schon bis in die Gärten. Meine Nachbarn lassen ihre Kinder dort nicht mehr spielen", sagt Horst Terlinden. Er wohnt in Nummer 67. Hinter dem Haus befinden sich die Garagen und darunter haben sich die Ratten eingenistet.

Es sind schlimme Zustände. "Die Nachbarn haben eine Ratte sogar in ihrem ersten Stock beobachtet. Eine andere habe ich im Herbst aus meiner Blumenerde geholt. Eine weitere ist mir in der Garage entgegengesprungen.

Wäre das meiner Frau passiert, hätte sie wohl einen Herzinfarkt bekommen." Jetzt hat Terlinden die Löcher mit Steinen und Glasscherben verstopft. Gift will er wegen der Katzen und Hunde der Nachbarn nicht streuen.

Seit den Sommermonaten beobachten die Oppumer die verhassten tierischen Besucher. "Im August, September ging es los. Es hängt bestimmt mit dem ehemaligen Schrebergarten in unserem Hofbereich zusammen", vermutet Terlinden.

"Dort hat ein Mann das Holzhaus mit Gerümpel vollgestellt, ebenso wie den Campingwagen. Er kommt vor lauter Unrat mit dem Auto nicht mehr auf das Grundstück." Im August sei ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes an der Hochfelder Straße gewesen und habe sich den Bereich angesehen. Terlinden: "Es hat sich aber nichts getan."

Die Verwaltung hat zugesagt, den Fall zu prüfen

Nach inoffiziellen Zahlen leben in Krefeld 720.000 Ratten.Sie leben meist in Kolonien von 50 bis 100 Tieren. Besonders gefährlich ist es, wenn die Ratten tagsüber zu sehen sind. Das deutet auf Nahrungsmangel hin. Wer mit Produkten aus dem Baumarkt nicht rurecht kommt, sollte Profis engagieren.

Familie Terlinden wohnt seit 25 Jahren an der Hochfelder Straße. "Ratten hatten wir hier noch nie. Dass es am Müll liegt, ist sehr wahrscheinlich. Es ist aber kein Zustand. Wenn nichts getan wird, können wir im Frühjahr keine Türen offen stehen lassen."

Horst Terlinden hat in der vergangenen Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung (BVZ) Oppum-Linn auf die Zustände aufmerksam gemacht. Die Verwaltungs-Mitarbeiter haben versprochen, sich zu kümmern. Ein Ergebnis gibt es auf der nächsten Sitzung der BZV.

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