In der Bezirksvertretung wurde die Bürgerinitiative thematisiert, die in der Rheinstadt für Sicherheit sorgen will.

Uerdingen
Angesichts mehrerer Straftaten wollen Uerdinger Bürger im Stadtteil Präsenz zeigen, um für Sicherheit zu sorgen. Symbol

Angesichts mehrerer Straftaten wollen Uerdinger Bürger im Stadtteil Präsenz zeigen, um für Sicherheit zu sorgen. Symbol

dpa

Angesichts mehrerer Straftaten wollen Uerdinger Bürger im Stadtteil Präsenz zeigen, um für Sicherheit zu sorgen. Symbol

Uerdingen. Gibt es in der Rheinstadt Uerdingen mehr Straftaten als in anderen Stadtteilen? Gibt es zu wenig Polizeipräsenz in der Rheinstadt? Warum fühlen sich manche Uerdinger in nicht sicher? Diesen Fragen wollte Florian Philipp Ott, Verordneter für die FDP in der Bezirksvertretung Uerdingen aufgrund der Berichte in der WZ nachgehen.

Polizei ist mit 6000 Stunden im Jahr in Uerdingen vertreten

Die WZ hatte im Dezember über die Bürgerinitiative berichtet, die nach zwei Raubüberfällen auf über 80-Jährige regelmäßig auf Streife gehen wollten. Hauptkritikpunkt: Seit die Wache an der Arndtstraße geschlossen wurde, sei viel zu selten die Polizei im Stadtteil zu sehen.

Dem widersprach Andreas Heinrich, Chef aller Bezirksbeamten der Krefelder Polizei. „Im Jahr 2014 hatten wir mehr als 6000 Polizeipräsenzstunden in Uerdingen“, betonte Heinrich. Genaue Statistiken könne er nicht liefern. „Das behält sich der Innenminister vor. Aber ich kann jetzt schon sagen, dass wir landesweit weit vorne liegen, wenn es um Einsatzreaktionszeiten geht“, sagt der Polizei-Chef. Damit meint er, dass die Beamten, sobald sie informiert werden, schnellstmöglich am Ort des Geschehens sind.

Lieber einmal zu viel die Polizei rufen als zu wenig

„Wichtig jedoch ist, dass wir überhaupt informiert werden. Und es ist sicherlich gut, wenn die Bürger die Augen offen haben. Und es ist noch besser, uns lieber unter der 110 einmal zu oft gerufen zu haben, als einmal zu wenig.“

Er verweist darauf, dass in Uerdingen im Dezember im Gegensatz zu anderen Stadtteilen tagsüber nicht in Wohnungen eingebrochen wurde. Gleichzeitig kritisierte Heinrich die Uerdinger Bürgerinitiative: „Wenn es solche Entwicklungen gibt, betrachten wir das mit großer Sorge. Denn meistens wird dadurch eher Angst geschürt und ein Unsicherheitsgefühl aufgebaut. Eine Bürgerwehr ist unnötig, eigene Streifengänge sind unnötig“, so Heinrich. Uniformierte Beamte, aber auch welche in Zivil seien in der Rheinstadt regelmäßig unterwegs. „Es gibt hier keine besonderen kriminellen Auffälligkeiten.“

Einstimmig haben die Bezirksverordneten die Vorlage der Stadtverwaltung zum Haushalt verabschiedet. Sie geht jetzt an den Rat, der ihn verabschieden muss. Im Haushalt ist Geld für die Projekte Rheindeich sowie das Bauprojekt Rheinblick. „Außerdem ist ein Betrag für ein Gutachten vorgesehen. Noch in diesem Jahr soll ein Konzept für die künftige Nutzung der früheren Bücherei erarbeitet werden“, sagt Bezirksvorsteher Jürgen Hengst (SPD).

Straßenschäden Susanne Tyll bemängelt in der Einwohnerfragestunde, dass es in der Rheinstadt mehrere Straßen gibt, die starke Schäden aufweisen. Anwohner können Schäden unter Telefon 86 41 41 oder per E-Mail beim städtischen Betriebshof melden:
egon.kuhnen@krefeld.de

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