An der Fungendonk sorgt ein kleiner Abschnitt für größeren Ärger.

Krefeld-Oppum. Die Fahrbahndecke der Fungendonk auf Höhe Donktreff ist in renovierungsbedürftigem Zustand. Vor einigen Jahren wurde die Straße verbreitert, weil die Busse der Linie 052 bei Gegenverkehr auf den Gehweg ausweichen mussten, da die Straße schlicht zu schmal war. Immer wieder wurde so das Bankett zerstört. Seit längerer Zeit gibt es ein anderes Problem: Der Asphalt an den Fahrbahnrändern bröckelt.

Nicht wenige Anwohner ärgern sich über den Zustand. "Die Straße wurde nur provisorisch verbreitert, es gibt keinen festen Untergrund", sagt Gerd Ribniger. Er sieht das Problem nicht nur auf der Fungendonk, sondern in der gesamten Donksiedlung.

Ribniger wohnt an der Gilldonk und vermietet dort auch Wohnungen. In zahlreichen Schlaglöchern sammelt sich Wasser. "Die Anwohner kommen nicht mehr trockenen Fußes zur Haustür. Immer wieder fragen sie mich, wann das geändert wird", sagt er. "Mehrfach habe ich mich schon an die Stadt gewandt. Passiert ist nichts."

Im vergangenen Jahr sei die Elsendonk neu geteert worden. Das wünscht sich Ribniger für die gesamte Donksiedlung. "Es ist komisch, dass die anderen Straßen nicht gemacht werden. Die Schlaglöcher stellen doch auch eine Gefahr, zum Beispiel für Fahrradfahrer, dar", sagt Ridniger. "Hier und da ein paar Löcher mir Teer zu flicken, löst das Problem nicht."

Auch Werner Halterbosch macht die marode Straße zu schaffen. Er wohnt an der Dreffdonk, Ecke Fungendonk. "Obwohl die Straße verbreitert wurde, fährt der Bus noch immer über den Fußweg, wenn andere Fahrzeuge entgegenkommen", sagt er. Die Seiten der Straßen sind kaputt. "Die Steine, die Stück für Stück vom Belag der Fahrbahn abbröckeln, landen zum Teil bei mir im Garten."

Jürgen Oppers, Vorsitzender des Bürgervereins Königshof, ärgert sich ebenfalls über das unbedachte Vorgehen, bei der Verbreiterung der Straße auf einen vernünftigen Untergrund verzichtet zu haben. "Deshalb sackt der Rand jetzt ab und es bröckelt teilweise sogar", sagt er. Das sehe zwar nicht dramatisch aus, sei aber nur eine Frage der Zeit, bis sich größere Flächen der Straße ablösen. "Eine Lösung wäre, die Busse auszutauschen. Derzeit fahren hier die großen Gelenkbusse, eventuell würden auch kleinere Busse genügen."

Das würde auch Michael Jagodic begrüßen. "Wenn der Bus bei mir vorbeifährt, vibriert mein gesamtes Haus." Er macht sich mittlerweile zunehmend Gedanken um die Stabilität seines Hauses. "Was mir Angst macht, ist, dass das Problem 1994, als ich hierhin gezogen bin, noch nicht bestand. Es fing ganz leicht an und wird seitdem immer schlimmer. Regelmäßige Bewegungen können nicht gut sein", sagt er.

Die Mitglieder des Bürgervereins sehen vor allem die Fungendonk als renovierungsbedürftig an, da hier der Bus fährt. Die ebenfalls beschädigten Seitenstraßen seien zwar ärgerlich, aber damit könne man schon eher leben. Dass das Budget der Stadt knapp bemessen ist sei klar.

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