Currenta-Auszubildende unterstützen Tierschutz-Initiative der Bürgeraktion Baumschutz.

Uerdingen
Ausbilder Christian Zeidler, Bernd Kraft von der Bürgeraktion Baumschutz, Dirk Rippen vom Friedhofsamt und Auszubildender Marcel Krause (von links) am neuen Abdeckgitter der Abfallbunker.

Ausbilder Christian Zeidler, Bernd Kraft von der Bürgeraktion Baumschutz, Dirk Rippen vom Friedhofsamt und Auszubildender Marcel Krause (von links) am neuen Abdeckgitter der Abfallbunker.

Dirk Jochmann

Ausbilder Christian Zeidler, Bernd Kraft von der Bürgeraktion Baumschutz, Dirk Rippen vom Friedhofsamt und Auszubildender Marcel Krause (von links) am neuen Abdeckgitter der Abfallbunker.

Krefeld. Immer wieder fallen Jungtiere von Kaninchen und Ingeln sowie auf der Artenschutzliste geführte Amphibien durch die einfachen Gitter der 240 Grünabfall-Bunker auf den elf Krefelder Friedhöfen - und sterben unnötig.

Einem Tier darf man kein Schmerz oder Leid zufügen

In Uerdingen ist jetzt für 13 der 23 Gruben eine Lösung gefunden: Bernd Kraft von der Bürgeraktion Baumschutz kümmert sich seit Anfang des vergangenen Jahres um das Problem. Experimentierte mit unterschiedlichen Abdeckplatten, schrieb den Fachbereich Grünflächen der Stadt an. Dessen Leiter Thomas Visser rechnete vor. Eine Lösung für alle Abfallbunker würde 168 000 Euro kosten: 700 Euro pro Stück mit Materialkosten und Installation. Zu viel Geld für eine Stadt im Nothaushalt.

„Im Tierschutzgesetz heißt es im Paragraf Eins: Niemand darf einem Tier ohne vernünftigem Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“, zitiert Kraft. Er selbst ist schon häufig in die Bunker geklettert und hat tiere gerettet. „Auch in Oppum und Fischeln helfen Anwohner und holen Tiere aus den Bunkern.“ Mitarbeiter des Grünflächenamtes kontrollieren ebenfalls regelmäßig die Gruben.

Damit es erst gar nicht soweit kommen muss, dass Tiere in den Bunkern verenden, hat Kraft mit seiner Aktion den Chemiepark-Manager und -Betreiber Currenta angesprochen. „Wir unterstützen Engagement in der Nachbarschaft“, sagt Currenta-Sprecher Benjamin Schütz.

Vier Auszubildende haben in der Lehrwerkstatt die speziellen Abdeckgitter zurecht geschnitten: aus rechteckigen wurden runde. „Die Löcher in den Gittern sind immer noch groß genug, dass der Grünschnitt belüftet wird, aber keine Tiere mehr hineinfallen. Die Materialkosten belaufen sich jetzt auf rund 200 Euro pro Gitter. bis wir für alle Friedhöfen eine Lösung haben, wird es leider dauern“, sagt Kraft.

Currenta und ein Privatspender finanzierten die Materialkosten der 13 Gitter. „Wenn es für die restlichen zehn in Uerdingen weitere Spender gibt, übernehmen wir den Zuschnitt und die Montage. Denn das ist ein tolles Projekt für unsere Auszubildenden“, sagt Christian Zeidler, Currenta-Ausbilder für die Metallberufe.

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