Aufatmen in der Rheinstadt: Jetzt gibt es doch ein Prinzenpaar für diese Session.

Karneval
Auf den letzten Drücker wurde Willi Strater Prinz.

Auf den letzten Drücker wurde Willi Strater Prinz.

Dirk Jochmann

Auf den letzten Drücker wurde Willi Strater Prinz.

Krefeld. Nachdem er in den bürgerlichen Stand zurückversetzt war, sprach Uerdingens Ex-Prinz Hajo I. prophetische Worte: „Wenn sich gleich im Zelt noch jemand meldet, wäre das ein Traum.“ Nach der Proklamation des Kinderprinzenpaars Pablo und Marcella passierte dann, woran nur wenige geglaubt hatten: Willi Strater und Nicole Dönni gaben bekannt, dass sie die Narren Uerdingens in die nächste Session führen werden.

Noch wenige Stunden zuvor sah es danach nicht aus. Im Hochzeitssaal des Uerdinger Rathauses wurde das alte Prinzenpaar Hajo I. und Gaby II. aus der Session verabschiedet. Nachfolger waren da nicht in Sicht. „Die beiden, die es in diesem Jahr machen wollten, sind recht kurzfristig abgesprungen. In der kurzen Zeit konnten wir dann niemanden mehr finden, der es machen wollte“, sagte Thorsten Süllwold, 2. Vorsitzender des Karnevalszug-Vereins.

Eigentlich hatte der Hoppeditz zunächst alles retten sollen

Da jedoch niemand auf einen Repräsentanten für den Karneval in der Rheinstadt verzichten wollte, einigte sich der Vorstand des KZV auf eine unkonventionelle Lösung: den Hoppeditz. Der Uerdinger Hoppeditz sollte von drei wechselnden Darstellern verkörpert werden und die Uerdinger Garden bei ihren Zügen durch die Sitzungssäle anführen.

Nun kommt alles anders: Das nächste Prinzenpaar heißt Willi IV. und Nicole I.. Strater begründet seinen spontanen Schritt mit der Rivalität zu Krefeld: „Als die Krefelder einen Prinzen aus dem Hut gezaubert haben, war mir klar: Das müssen wir in Uerdingen auch schaffen.“ Also suchte er sich eine Prinzessin: Beim Uniform-Appell der Bürgerwehr fiel ihm Saalprinzessin Nicole Dönnis auf, die er im Laufe der Woche überzeugen konnte, mit ihm über Uerdingens Narren zu herrschen. „Als wir dann am Samstag sehr schnell vier Leute motiviert hatten, Minister zu werden, sind wir einfach auf die Bühne gegangen.“ Strater kommt seine Erfahrung als Prinz zugute. Der 65-Jährige war in der Session 2007/2008 schon Regent in Gellep-Stratum.

Dirk Busenbecker, Vorsitzender des KZV Uerdingen, ist begeistert: „Natürlich müssen wir wieder neu planen. Aber die Hauptsache ist, dass Uerdingen einen Prinzen hat.“ Am Sonntag trafen sich Prinz, Prinzessin und Minister zu einer ersten Besprechung. Strater: „Ich habe eine riesige Liste. Vom Ornat bis zum Termin für die Proklamation muss alles organisiert werden. Aber ich freue mich darauf!“

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