Im Herbstferiencamp des SC Bayer in der Turnhalle Löschenhof stehen Spiel und Spaß im Vordergrund.

wza_1500x1080_761333.jpeg
Mutig klettert Simon beim SC Bayer über den Hindernisparcour von Takeshis Castle.

Mutig klettert Simon beim SC Bayer über den Hindernisparcour von Takeshis Castle.

Andreas Bischof

Mutig klettert Simon beim SC Bayer über den Hindernisparcour von Takeshis Castle.

Uerdingen. Spiel und Spaß stehen bei den Feriencamps des SC Bayer Uerdingen im Vordergrund. So auch beim Herbstferiencamp in dieser Woche. "Weltreise" lautet das Thema, unter dem die Kinder Spaß an der Bewegung entdecken und nebenbei noch etwas über verschiedene Weltregionen lernen. Die Turnhalle am Löschenhofweg stand ganz im Zeichen des "Asientages". "Das hebt sich ab von einem normalen Sportspiel und ist etwas Besonderes", erklärt Übungsleiterin Anja Abratis.

Für den Asientag hat das Team sich bei der japanischen Kult-Serie "Takeshis Castle" bedient, die vor Jahren auch in Deutschland Bekanntheit erlangte. 42 Mädchen und Jungen können es kaum noch erwarten loszulegen, als Übungsleiterin Laila Tizniti ihnen die Regeln erklärt. Die erste Gruppe muss den Parcours aus sieben Hindernissen bewältigen. Gruppe zwei will dies verhindern, indem sie die Läufer mit Schaumstoffbällen abwerfen.

Für die Gejagten geht es darum, einen kegelförmigen Gegenstand ins Ziel zu bringen. Dieser kann praktischerweise auch dazu benutzt werden, die Bälle abzuwehren. Am Ende des Parcours springen die Kindern mit einem kleinen Trampolin auf die große Zielmatte. "Keine Saltos", ermahnt Tizniti die Kinder.

Zehn Minuten Zeit, um möglichst viele Punkte zu sammeln

Die ersten kleinen "Hasen" machen sich auf den Weg, klettern, robben, balancieren durch und über die Hindernisse. Ein paar Meter entfernt, durch am Boden liegende Seile auf Abstand gehalten, warten die Werfer. Zunächst kommt kaum einer der Läufer ins Ziel, denn wer getroffen wird, muss sich wieder hinten anstellen und einen neuen Versuch wagen.

Zehn Minuten Zeit haben die Hasen, um möglichst viele Punkte zu machen, dann werden die Rollen getauscht. Den Läufern gelingt das Punkten nach ein paar Anlaufschwierigkeiten dann auch sehr gut. Die Werfer werden müde, und schon kann sich der neunjährige Ben als erster ins Ziel retten.

Takeshis Castle war eine japanische Fernseh-Spielshow der 80er Jahre, in der die Kandidaten Teils sehr skurrile Parcours durchqueren müssten, um die Burg des Burgherren Takeshi zu erobern. Dessen Krieger versuchten die Kandidaten daran zu hindern. Fürst Takeshi wurde gespielt vom japanischen Schauspieler, Regisseur und Kabarettisten Takeshi Kitano. In Deutschland wurde die Sendung von DSF und RTL 2 gezeigt.

Dabei helfen auch die zwischen den Hindernissen aufgebauten Schutzwälle, hinter denen sich die Gejagten in Deckung begeben und verschnaufen können.

Jubel gibt es auf beiden Seiten. Entweder in Form eines hämischen "Ha-ha", wenn einer der Läufer getroffen wurde, oder eines lang gezogenen "Jaaaa", wenn die Gruppe wieder einen Punkt gemacht macht.

Das lustige Parcoursspiel war nur ein Teil des Programms: Zudem spielten die Kinder über den Tag Tischtennis, Badminton oder Reise nach Jerusalem und füllten ihre Energiereserven mit einem gemeinsamen Mittagessen wieder auf. Welches natürlich auch zum Asienthema passte: China-Nudeln mit Hühnchen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer