Am Gymnasium Fabritianum hat Sozialpädagoge Joachim Watzlawik eine Tauschbörse für Schüler eingerichtet.

Sozialpädagoge Joachim Watzlawik (rechts) und die Schülerinnen Helena Schmidtpark (Mitte) und Lucy Focken (links) hoffen, dass die Give-Box bei den Schülern gut ankommt.
Sozialpädagoge Joachim Watzlawik (rechts) und die Schülerinnen Helena Schmidtpark (Mitte) und Lucy Focken (links) hoffen, dass die Give-Box bei den Schülern gut ankommt.

Sozialpädagoge Joachim Watzlawik (rechts) und die Schülerinnen Helena Schmidtpark (Mitte) und Lucy Focken (links) hoffen, dass die Give-Box bei den Schülern gut ankommt.

Andreas Bischof

Sozialpädagoge Joachim Watzlawik (rechts) und die Schülerinnen Helena Schmidtpark (Mitte) und Lucy Focken (links) hoffen, dass die Give-Box bei den Schülern gut ankommt.

Krefeld. Seit vier Wochen steht auf dem Schulhof des Gymnasiums Fabritianum eine bunt bemalte Give-Box, eine Art Tauschbörse für Schüler. Das Prinzip der Give-Box ist simpel: Jeder Schüler kann Kleidungsstücke, Spiele, Bücher oder andere Gegenstände, die er nicht mehr braucht, in die Box legen. Dort dürfen sich dann alle Mitschüler bedienen. Die Schüler sollten allerdings nur Gegenstände in der Box ablegen, die sie auch selber herausnehmen würden und die in einem guten Zustand sind.

Ende des vergangenen Jahres scheiterte der Versuch einer Give-Box am Straßenrand in Krefeld-Bockum an Vandalismus und Vermüllung. Die Box musste bereits nach einem Jahr wieder abgebaut werden. Sozialpädagoge Joachim Watzlawik war trotzdem begeistert von der Idee. Mit der Schülervertretung des Gymnasiums und einigen Eltern baute Watzlawik innerhalb weniger Tage, unterstützt von der Schreinerei Blank, selbst eine Give-Box auf.

„Es soll cool sein, sich etwas aus der Give-Box zu nehmen.“

Joachim Watzlawik, Fabritianum

Das fertige Stück auf dem Schulhof kommt bei den Schülern gut an. „Die Give-Box fördert unseren Schülerverbund“, sagt die 16-jährige Helena Schmidtpark. Lucy Focken (16) ist SV-Mitglied und freut sich, dass vor allem die jüngeren Schüler aus der Unterstufe den Inhalt des mannshohen Kastens jeden Tag aufs Neue neugierig inspizieren. „An einem Tag lag eine Kamera in der Box, die war sofort weg!“, erzählt sie.

„Dennoch gibt es auch viele Schüler, die sich die Gegenstände nur angucken und nichts herausnehmen“, erklärt Watzlawik. Das hänge damit zusammen, dass viele Schüler sich dafür schämten, die Dinge nicht selbst kaufen zu können und auf die Spenden zurückgreifen zu müssen. Der Sozialpädagoge hofft dieses Schubladendenken zu ändern: „Es soll cool sein, sich etwas aus der Give-Box zu nehmen.“

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