Bezirksvertreter fürchten, dass durch vorgeschriebene Lärmschutzwände der Mahlstein der Mühle ausgebremst wird.

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Wenn bis zu 7,5 Meter hohe Lärmschutzwände aufgestellt werden, würde der Geismühle der Wind fehlen.

Wenn bis zu 7,5 Meter hohe Lärmschutzwände aufgestellt werden, würde der Geismühle der Wind fehlen.

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Wenn bis zu 7,5 Meter hohe Lärmschutzwände aufgestellt werden, würde der Geismühle der Wind fehlen.

Krefeld. Mehl gibt’s in der Geismühle erst ab Windstärke fünf. Und das ist das Dilemma. Mit dem Umbau der Autobahn-Raststätte an der A57 sind gesetzlich vorgegebene Lärmschutzmaßnahmen verbunden. Diese verlangen, so Projektleiter Michael Kaufmann vom Landesbetrieb Straßen NRW (LBS), bis zu 7,5 Meter hohe Lärmschutzwände. Damit aber, so argumentiert Bezirksvertreter Helmut Späth, wird der Windmühle "der Wind aus den Segeln genommen."

Die Flügel der Geismühle drehen sich ab Windstärke 3,5

Die Flügel der Windmühle drehen sich bei 3,5 Windstärken, der Mahlstein setzt sich erst bei Stärke fünf in Bewegung. Im Pfarrheim der Schutzengelkirche in Oppum steht zum dritten Mal die Planung für den Umbau der Raststätte öffentlich zur Diskussion. Gastgeber ist diesmal der Bürgerverein Oppum unter Leitung des Vorsitzenden Franz Josef von der Hocht.

Drei Kernpunkte werden von den rund 50 Teilnehmern herausgearbeitet. Nach der Verlagerung von Rasten und Parken auf den östlichen Bereich der künftigen Raststätte (der westliche Bereich dient nur noch dem Tanken, die WZ berichtete) stellt sich die Frage nach der Zukunft der Kapelle, dem Zugang zur Geismühle und der Verwendung des Gaststättengebäudes. Letzteres wird entweder verkauft oder abgerissen.

Fläche der abgerissenen Raststätte als Besucherparkplatz herrichten

Ratsherr Jürgen Wettingfeld schlägt vor, auf dieser Fläche Parkplätze für Besucher der Geismühle einzurichten. Kosten dafür und für den Zuweg außerhalb der Lärmschutzwände müsse aber der Bund und nicht die Kommune tragen. Die Kapelle im westlichen Bereich bleibe bestehen, versichert Michael Kaufmann. Zusätzlich könne aber auch im östlichen Abschnitt ein Raum für Andacht und Besinnung geschaffen werden. Eine gewichtige Rolle spielte in der Diskussion auch der Baustellenverkehr während des Umbaus, der wahrscheinlich 2014 beginnt. LBS-Vertreter Michael Kaufmann versichert: "Der Baustellenverkehr wird nicht über Oppum abgewickelt, sondern ausschließlich über die Autobahn. Auch, weil das für uns die günstigste Lösung ist."

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