Den Besuchern wird am Familientag gezeigt, dass diese Epoche Spaß gemacht hat.

wza_1500x1001_544122.jpeg
Wie die Menschen vor ein paar hundert Jahren gelebt haben, können Kinder am Familientag spielerisch erleben.

Wie die Menschen vor ein paar hundert Jahren gelebt haben, können Kinder am Familientag spielerisch erleben.

LS

Wie die Menschen vor ein paar hundert Jahren gelebt haben, können Kinder am Familientag spielerisch erleben.

Linn. Ritter in schweren Rüstungen lassen ihre Waffen klirren, Gaukler hüpfen durch die Gassen und treiben Schabernack während Harfenklänge durch den Burghof klingen und Gelehrte die Feder schwingen. Am 6. September wird dies Wirklichkeit, denn wer den Familientag auf Burg Linn besucht, kann auf eine Reise in die Zeit des Mittelalters gehen.

Kinder, die Papa aber auch Mama einmal ganz mutig erleben wollen, können diese in den Kampf schicken oder selbst das wuchtige Kettenhemd überziehen und sich wie ein Großer fühlen. Die Linner Ritterrunde wartet mit vielen Rüstungen, Waffen, Kostümen und viel Hintergrundwissen aus dieser Zeit auf.

Auf die Motte, fertig, los - der Wettkampf beginnt

"Wir bringen den Kindern das Mittealter zum Anfassen", sagt Klaus-Uwe Günther von der Linner Ritterrunde. "Damit wollen wir Vorurteile - wie das Bild des düsteren Mittelalters - aus dem Weg räumen", fügt der Ritter hinzu. Dabei nutzen sie reale Geschichten über Männer, die in der Umgebung gelebt haben. "Zeigen, erklären und ausprobieren lassen macht es den Kindern leicht, Historisches zu verstehen", sagt Günther. Museumsdirektor Christoph Reichmann ergänzt: "Das ist Geschichte live".

Wer denkt, dass der Familientag auf Burg Linn etwas mit dem kleinen schwarzen Kleiderfresser zu tun hat, irrt. "Mit Motte ist der Burghügel gemeint", erklärt Museumspädagogin Larissa Konze. Neben den Männern in schwerer Montur gibt es einen Wettkampf mit verschiedenen Stationen, wie Sackhüpfen, Tauziehen, Stelzen- laufen oder Weitsprung. Konze betont: "Alle Stationen sind offen, es gibt dort keine Anmeldungen." Mit der Stempelkarte, die am Infostand beim Eingang der Vorburg erhältlich ist, wird die Teilnahme vermerkt. Die besten kleinen Helden und Burgfräulein können Preise mit nach Hause nehmen.

Wer gerne in der Burgküche nach mittelalterlicher Art kochen möchte, muss sich jedoch am Infostand anmelden. Für das Basteln von Duftsäckchen und Ton-Murmeln oder Malen ist keine Anmeldung notwendig. Konze verrät: "Die Duftsäckchen riechen nicht nur gut, sondern helfen gegen Wutausbrüche."

Am 6. September von 12 bis 16 Uhr verwandelt sich Burg Linn in eine Zeitmaschine.

Mit der Familienkarte kostet der Eintritt fünf Euro für die ganze Familie, ohne acht Euro. Beide Kassen sind geöffnet. Getränke und Speisen gibt es zu gemäßigten Preisen.

Der Tag wird vom Museum und dem Krefelder Bündnis für Familie veranstaltet. Ihm gehören Verwaltung, Wirtschaftsvertreter und Vereine an.

Die Museen können trotz des Ereignisses besucht werden.

Wenn Papa einen Kampf verloren hat und sich schwarz ärgert, dann schnell das Duftsäckchen hervorholen. "Das gemeinsame Erleben steht im Vordergrund. Eltern werden genauso Spaß haben, wie ihre Kinder", verspricht Sabine Jörissen vom Museum Burg Linn. Die Angebote richten sich an Kinder von sechs bis zwölf Jahren, was aber nicht dagegen spricht auch kleinere Geschwister mitzunehmen.

Damit nichts am Familientag verpasst wird, gibt es am Infostand Lagepläne. Regen schreckt starke Ritter nicht ab, ihnen hilft ein veränderter Lageplan für schlechtes Wetter.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer