TV-Köchin Martina Kömpel und Küchenchef Yves Chopelin servierten ein Vier-Gänge-Menü für den guten Zweck.

Martina Kömpel bereitete als Nachspeise eine französische Spezialität zu: Meringue mit Beerenfrüchten und Lychee-Sorbet.
Martina Kömpel bereitete als Nachspeise eine französische Spezialität zu: Meringue mit Beerenfrüchten und Lychee-Sorbet.

Martina Kömpel bereitete als Nachspeise eine französische Spezialität zu: Meringue mit Beerenfrüchten und Lychee-Sorbet.

Andreas Bischof

Martina Kömpel bereitete als Nachspeise eine französische Spezialität zu: Meringue mit Beerenfrüchten und Lychee-Sorbet.

Uerdingen. Und plötzlich ist das Dessert, ein Traum aus Meringue – gebackener, gezuckerter Eischnee –, Beerenfrüchten, Lychee-Sorbet und einer Balsamico-Rotwein-Réduction, vom Teller verschwunden, weggeputzt, nicht mehr gesehen. Der Fotograf begibt sich in die Küche von Yves Chopelin, um die Kreation mit Sterneköchin Martina Kömpel für die Berichterstattung festzuhalten. Sie hat mit geübtem Griff schnell eine neue gezaubert.

Die WZ darf, bevor die Gäste des Vier-Gänge-Menüs an der Uerdinger Casinogasse eintreffen, mit den beiden Meisterköchen sprechen und vor allem von den liebevoll zusammengestellten Gerichten kosten. Kömpel, die Krefelderin, die gerade im Tal der Dordogne ein Restaurant eröffnet, und der Franzose aus der Gegend zwischen Chartes und Le Mans, der seit Jahrzehnten in Uerdingen arbeitet, kennen sich schon lange.

Köche bereichern sich gegenseitig

„Es war naheliegend, einmal zusammen zu kochen“, erzählt Chopelin, während es in der Küche nach frisch gebackenem Brot duftet, die Blinis in der Pfanne brutzeln und einige Kilo Ochsenfilet zur Weiterverarbeitung bereit liegen. „Wir haben dabei voneinander gelernt. Sie setzt die Gerichte in einer modernen Art zusammen, die ich nicht kenne“, berichtet er.

Auch Kömpel ist von der Zusammenarbeit begeistert: „Es war ein privilegierter Moment – wir beide morgens ganz allein in der Küche“, findet sie. „Es war ein echter Austausch von Chef zu Chef. Er hat 40 Jahre Erfahrung, einen Betrieb so lange so gut zu führen und so gut zu kochen. Es ist eine Bereicherung.“

Kurze Absprache von Profi zu Profi

Die ersten Absprachen erfolgten per Telefon über die Grenze hinweg. Dann gab es nur ein Treffen. „Das ist kein Problem bei Profis. Man redet von der gleichen Sache, wir haben uns sofort verstanden“, sagt die 41-Jährige. „Das Menü muss inhaltlich stimmen, darf keine Weltreise sein. Wir mussten nur klären, wer was macht.“

Das Rezept von Martina Kömpel beinhaltet geräucherte und gebratene Forelle, Rote Bete-Ravioli, Birnenkraut und grüner Apfel. Für das „Landei“ mit Frischkäse-Gnocchi, Shitake-Pilze, Spinat und Trüffel-Sauce ist Yves Chopelin zuständig, ebenso wie für „Irischer Ochse“. Hiervon gibt es Filet und Backe mit Schwarzwurzel-Gratin, Kartoffel-Blinis und Langpfeffer-Sauce. Den Nachtisch Meringue“ stellt Martina Kömpel wie im Text beschrieben her.

Das war für Chopelin, der die französischen Farben ebenso wie seine Kollegin in der Kochjacke trägt, keine große Entscheidung. Es ist immer besser, wenn der Gast in der Küche die kalten Sachen zubereitet. Wir hier kennen das Gerät.“ Anders herum wird es wohl bei der zweiten Koch-Etappe im nächsten Jahr zur Fußball-EM aussehen. Da wollen die beiden Spitzenköche weltmeisterlich in Frankreich, im Dordogne-Tal, kochen.

Und dann treffen die knapp hundert Gäste ein, werden mit Champagner zum Empfang bewirtet. Sie sind alle neugierig, was auf der Speisekarte steht. Denn das ist ein Geheimnis. „Wir haben hohe Erwartungen“, sagen Ursula und Friedrich Brinkmann, die aus Neukirchen-Vluyn kommen und wie alle Gäste 79 Euro für das Menü bezahlt haben. „Wir waren schon öfter hier und kennen Frau Kömpel aus dem Fernsehen. Wir erwarten Speisen, wie es sie zu Hause nicht gibt.“

Und sie werden nicht enttäuscht. Als zum Essen gebeten wird, öffnen sich die großen Flügeltüren, die Vorspeise „Niepkuhler Forelle“ wird serviert. Nach dem Menü sind die Brinkmanns sehr zufrieden: „Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt. Es war eine glänzend durchorganisierte Veranstaltung mit einem souveränen Service und einer super Küchenleistung.“

15 Euro für jedes Menü an den Verein Sonne, Mond und Sterne

Und auch Meta Metz, Vorsitzende des Vereins Sonne, Mond und Sterne, sagt lächelnd: „Die Speisen wurde liebevoll zubereitet, es war eine sehr schöne Atmosphäre.“ 15 Euro jedes Menüs gehen an ihren Verein.

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