Kinder sollen auf dem Spielplatz bald wieder herumtollen können.

Der Spielbereich „Braunschweiger Platz“ soll ab Mitte Oktober saniert werden.
Der Spielbereich „Braunschweiger Platz“ soll ab Mitte Oktober saniert werden.

Der Spielbereich „Braunschweiger Platz“ soll ab Mitte Oktober saniert werden.

Dirk Jochmann

Der Spielbereich „Braunschweiger Platz“ soll ab Mitte Oktober saniert werden.

Krefeld. Seit April 2012 ist der Spielplatz Braunschweiger Platz in Uerdingen verwaist. Wegen zu hoher Bodenbelastungen wurde der Platz vorsorglich gesperrt. Jetzt soll er saniert und neu gestaltet werden. „Ursprünglich sollte der Spielplatz bereits Anfang letzten Jahres saniert werden“, sagt Heino Thies, Leiter der Abteilung Landschaft und Grünordnung des Grünflächenamtes. „Doch bei den Vorbereitungen stießen wir bei Bodenproben auf die Schadstoffe Blei und Benzapyren, die über den zulässigen Grenzwerten liegen.“

Sie stammen aus Aschen und Schlacken der Industrie und reichen bis in zweieinhalb Meter Tiefe. „Früher habe ich hier auf dem Bolzplatz Fußball gespielt, und der Uerdinger Kinderkarneval hatte hier seinen Aufmarschplatz“, erinnert sich Bezirksvorsteher Elmar Jakubowski. Im Rahmen eines Ortstermins stellte Thies ihm und weiteren Vertretern der CDU Uerdingen am Dienstag die Planung für die komplette Umgestaltung des 3000 Quadratmeter großen Kinderspielplatzes vor.

Drei Bäume werden für die Sanierung gefällt

Zuerst müssen 1500 Tonnen belasteter Boden abgetragen und entsorgt werden. Drei Bäume fallen der Aktion zum Opfer. Der weiterhin belastete Untergrund wird künftig von dem neuen, 35 Zentimetern hohen Boden und Spielsand mit einer Grabesperre aus wasserdurchlässigem Einkornbeton getrennt. Das soll allzu tiefes Buddeln der Kinder verhindern.

Den gleichen Zweck haben die Grabegitter und Vliese unter den Rasenflächen. Der neue Spielplatz ist zweigeteilt. „Klettern wird ein wichtiges Thema“, sagt Thies und verweist auf den geplanten Niedrigseilklettergarten. Die bestehende große Kletterkombination bleibt auf der künftigen Rasenfläche erhalten. Neu hinzu kommen eine Doppelschaukel, ein Kletterkubus, ein kleines Karussell und drei neue Spieltische. Es werden Bänke für die Mütter aufgestellt, und farbige Betonblöcke laden zum Balancieren ein. „Am Ende haben wir keinen sanierten, sondern einen neuen Spielplatz“, sagt Thies. Die Ausschreibung läuft bereits. Der Baubeginn ist nach der Sitzung des Vergabeausschusses für Oktober geplant.

Die Kosten für die Sanierung und Umgestaltung des Spielplatzes betragen 326 000 Euro. Das Land NRW bewilligt einen Zuschuss von 126 320 Euro. Der Rat der Stadt Krefeld stellt den städtischen Eigenanteil von 199 680 Euro bereit.

Als die St. Heinrichkirche erbaut wurde, wohnten die ortsfremden Bauarbeiter in einer Bauhütte aus Braunschweig. In ihrer Freizeit spielten sie Theater, gründeten einen Theater- und einen Karnevalsverein, die „Braunschweiger Narrenzunft“.

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