Der Verein hat die Totenköpfe, Spinnen und Gespenster schon aus der Kiste geholt – am 31. Oktober wird in der Scheune gefeiert.

wza_1500x1079_764775.jpeg
Gute Vorbereitung ist alles: Die Mitglieder des Brauchtumspflegevereins Oppum sind für Halloween gerüstet.

Gute Vorbereitung ist alles: Die Mitglieder des Brauchtumspflegevereins Oppum sind für Halloween gerüstet.

Andreas Bischof

Gute Vorbereitung ist alles: Die Mitglieder des Brauchtumspflegevereins Oppum sind für Halloween gerüstet.

Krefeld-Oppum. Aus einer uralten Kiste kommen hässlich-graue Totenköpfe hervor, im anderen Karton befinden sich überlebensgroße, schwarz behaarte Spinnen. Ein Gespenst hängt schon an der Wand, der Galgen wartet auf ein weiteres. Die 25 Mitglieder des Brauchtumspflegevereins Oppum sind derzeit flott bei der Arbeit. Sie ziehen die Kleisterquaste über Zeitungspapier und verwandeln eine unscheinbare Kugel in einen orangefarbenen Riesenkürbis.

Der Grund für die Bemühungen in der Scheune an der Oppumer Hauptstraße ist naheliegend: Halloween ist nicht mehr weit, und es hat ja keiner behauptet, dass die Vereinsmitglieder ausschließlich deutsches Brauchtum pflegen müssen. "320 Karten sind verteilt, die Veranstaltung am Sonntag ist ausverkauft", freut sich Sebastian Bennewitz, der erste Vorsitzende. "Es ist unsere fünfte Halloween-Feier. Begonnen haben wir im Freundeskreis." Der Grund für die Anstrengungen: "In Oppum war in dieser magischen Nacht nichts los."

Aus einem Stammtisch wurde 2007 ein eingetragener Verein

Bei einem Stammtisch entstand auch die Idee der Vereinsgründung. "Gesellige Abende durchführen und private Feiern managen, das konnten wir." Im Dezember 2007 wurde es dann offiziell. Seitdem steht der Name im Vereinsregister. Es war auch die Zeit der Überlegungen, das amerikanische Gruselfest größer auszurichten. Angespornt von der guten Resonanz spielten dann schon bald Live-Bands in der Scheune. Cap Stean steht in diesem Jahr auf der Bühne.

Halloween wird zwar groß gefeiert, aber Karneval ist die Hauptveranstaltung, das Steckenpferd der Brauchtumspfleger. Im Oppumer Zoch sind sie dabei. "In diesem Jahr hatten wir die Geismühle, das historische Gebäude im Kleinformat, im Schlepp. Wir selbst waren als Bäcker verkleidet", erzählt Bennewitz. Nicht umsonst hat der Klub die stilisierte Mühle im Vereinslogo. Sollte es Überschuss aus der Halloween-Feier oder aus Mitgliedsbeiträgen geben, kommt dieses Geld den Akteuren beim nächsten närrischen Lindwurm 2012 zugute. "Hier sollen alle mitmachen können."

Im Sommer sind die Brauchtumspfleger auch nicht faul. Beim Fußballturnier der DJK Oppum kicken auch sie fleißig für den guten Zweck.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer