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Frederik Nölle in seinem Schlauchboot im Krefelder Yachthafen.

Frederik Nölle in seinem Schlauchboot im Krefelder Yachthafen.

Andreas Bischof

Frederik Nölle in seinem Schlauchboot im Krefelder Yachthafen.

Krefeld-Oppum. Acht Jahre jung und schon ein Weltmeister. Frederik Nölle gibt gerne Gas, und da ihm auch das Manövrieren und Slalomfahren liegt, hat er es bei der letzten Weltmeisterschaft im Schlauchbootfahren in der Gesamtwertung auf Platz eins geschafft.

Seit seinem vierten Lebensjahr kann er schwimmen und seitdem er sechs ist, fährt er mit dem motorisierten Rettungsschlauchboot, das zur Yacht seines Großvaters gehört, die im Krefelder Hafen liegt. Dort befindet sich auch der Yachtclub, in dem Frederik Mitglied ist. "Das frühe Schwimmenlernen war Bedingung für uns, bevor er sich im Hafen aufhalten darf", sagt Mutter Susanne Nölle.

Bei den diesjährigen Meisterschaften in Carr Mill bei Liverpool wurde neben der Weltmeisterschaft auch die Europameisterschaft ausgetragen, wo Frederik in zwei Disziplinen die Plätze eins und zwei belegte.

Beim Slalomfahren muss der Fahrer auf einer 80 Meter langen Strecke mit dem Boot um die Bojen herumfahren. Beim Manövering fährt er durch Bojen-Tore hindurch, wobei die Hindernisse nicht berührt werden dürfen.

Die Boote für Frederiks Altersklasse sind etwa drei Meter lang und werden mit einem 6 PS-Motor am Heck gelenkt. Einmal pro Woche wird trainiert, vor den Weltmeisterschaften geht es mit dem Nationalkader zur Kieler Woche und ins Trainingslager nach Berlin.

Wassersport wird in der Familie großgeschrieben

Das Schlauchboot für Frederiks Altersklasse ist drei Meter lang und wird mit einem Motor am Heck gelenkt. Das Boot hat 6 PS und fährt 30 km/h. Die größeren Schlauchboote sind mit einem Lenkrad ausgestattet.

Die Wettkämpfe finden in den Disziplinen Slalom und Manövering statt, wo um Bojen herum oder durch sie hindurch gefahren werden muss. Dabei wird die Zeit gestoppt.

Die Fahrten zu den Austragungsorten der Wettkämpfe sind immer kostspielig. "Die tollen Erfolge muss man erstmal ermöglichen können", sagt Frederiks Vater Olaf Nölle. "Eine knappe Woche muss da schon immer eingeplant werden." Im letzten Jahr fand die WM in St. Petersburg statt, an der der ältere Sohn Jan-Philipp teilgenommen hat. Die nächsten Austragungsorte sind Tschechien und Malaysien oder Dubai. "Bei einem der nächsten Orte wirds teuer", so der Vater, der bei den Reisen immer dabei ist. Da bleibt der Urlaub auch schon mal auf der Strecke.

Neben dem Schlauchbootfahren schwimmt Frederik noch in der D-Jugend des Bayer Schwimmverein und nimmt auch dort an Wettkämpfen teil. Wassersport wird in der Familie Nölle großgeschrieben. "Bootfahren macht mir aber mehr Spaß", sagt Frederik. "Da kann man gut heizen."

"Grundvoraussetzung für den Sport ist natürlich, dass es in der Schule klappt", so Olaf Nölle. Den Sport sieht er allerdings als eine Bereicherung für seine Kinder. "Sie sind ausgeglichener und ruhiger durch den Sport." Frederiks Ziel ist, sich auch dieses Jahr wieder für den Nationalkader zu qualifizieren und an der Spitze zu bleiben.

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