Umbau
So soll die Haltestelle Rheinstraße nach dem zweijährigen Umbau mit Glasdach aussehen.

So soll die Haltestelle Rheinstraße nach dem zweijährigen Umbau mit Glasdach aussehen.

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So soll die Haltestelle Rheinstraße nach dem zweijährigen Umbau mit Glasdach aussehen.

Krefeld.  Zum zweiten Mal haben sich Vertreter der Stadt Krefeld und den Stadtwerken Krefeld mit Innenstadtakteuren zum Thema „Baustelle Haltestelle Rheinstraße“ getroffen. Unter ihnen befanden sich auch Vertreter der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein, Haus und Grund, Dehoga Nordrhein, der Werbegemeinschaft Krefeld und der Interessengemeinschaft Ostwall sowie weitere Beteiligte. Der gemeinsame Tenor lautete nach dem rund zweistündigen Austausch: „Die Ostwall-Baustelle muss als Chance für Krefeld gesehen werden.“

Ab dem Frühjahr 2013 werden, sofern alle Ausschreibungen reibungslos verlaufen, die Bagger rund um die Haltestelle „Rheinstraße“ am Ostwall anrollen. Für knapp 20 Millionen Euro wird die Haltestelle weiträumig circa zwei Jahre umgebaut – mit Folgen für das komplette Umfeld. „Wir sprechen hier über die mit Abstand größte Krefelder Baustelle seit Jahrzehnten“, so Dezernent Thomas Visser. Gerade zu Beginn wird es zu großen Einschnitten kommen, denn in der ersten Baustellenphase werden für mehrere Wochen die Kreuzungen Ostwall/Sankt-Anton-Straße und Ostwall/Rheinstraße komplett gesperrt.

Nötig wird das für die neue Gleisführung, da die Bahnen die Haltestelle von außen anfahren werden. „Wir haben während der Bauphase Umleitungen, andere Haltestellen und neue Haltestellen, zum Teil werden Busse eingesetzt“, informierte Heinz Josef Dellen von den Stadtwerken. Pendler von oder nach Düsseldorf mit den Linien U70/U76 werden nur bis und von der Haltestelle Dießem fahren können, auch hier sollen Busse bis zur Rheinstraße eingesetzt werden.

In einer zweiten, deutlich längeren Baustellen-Phase wird die eigentliche Haltestelle neu gestaltet. Auch zwischen den Kreuzungen und den Häusern wird gearbeitet, es wird weitere Vollsperrungen des Ostwalls, nicht aber der beiden Kreuzungen, geben. Wegen der erwarteten Einschnitte für die Krefelder Innenstadt mit Dienstleistern, Einzelhandel und Anwohnern beschäftigen sich Verwaltung, Stadtwerke und Innenstadtakteure schon seit einiger Zeit mit dem Thema.

Für vier Teilbereiche werden nun auf Anraten der Innenstadtakteure Arbeitskreise gebildet: Baustellenmanagement, Verkehrsplanung, Baustellenmarketing und Sonderthemen wie Recht und Finanzen, Organisation und Langfristauswirkungen. „Uns ist wichtig, dass wir Hand in Hand arbeiten“, sagte Visser dankend zu den Fragen, Anliegen und Ideen der Innenstadtakteure. Auch in der Stadtverwaltung sei bekannt, dass man Kunden durch die Baumaßnahme nicht abschrecken dürfe.

Bauleiterin ist Beate Reif, die in der Vergangenheit schon die Führung der Baustellen am Ostwall und auf der östlichen Rheinstraße innehatte. Die erfahrene Diplom-Ingenieurin wird mit einem externen Projektleiter zusammenarbeiten. Sie schilderte auf dem Treffen die komplizierte Vergabe-Praxis, die es zurzeit noch nicht möglich macht, konkrete Termine im Bauablauf zu nennen. „Gerade hier müssen wir so früh wie möglich, nämlich mindestens neun Monate im Voraus, Bescheid wissen. Wir müssen disponieren, um Umsatzausfälle und zu hohe Investitionen zu vermeiden“, schilderte Alois Lichtenberg von der Interessengemeinschaft Königstraße.

Auch in Sachen Verkehrsplanung gibt es zahlreiche Anregungen der Innenstadtakteure. Einige waren sich alle Beteiligten darüber, dass die Baumaßnahme mit einem gelungenen Marketing begeleitet werden muss: „Trotz der Einschnitte muss die Stadt attraktiv und lebendig bleiben“, sagte Franz-Joseph Greve, Vorsitzender der Krefelder Werbegemeinschaft. Erfreut nahmen alle Anwesenden zur Kenntnis, dass zwischen März und Juli 2012 sieben Unterführungen an den Kreuzungen Ostwall/Sankt-Anton-Straße und Ostwall/Rheinstraße verfüllt und endgültig geschlossen werden. An beiden Kreuzungen bleiben aus verschiedenen Gründen je zwei Zugänge geöffnet. Red

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