Nach Kabelarbeiten wurde der Gehweg neu gepflastert – nur nicht vor dem Haus der Theils.

Cracau
Michael und Ulrike Theil vor ihrem Grundstück. Der zehn Meter lange Streifen wurde nicht geteert, sondern mit Schotter aufgefüllt.

Michael und Ulrike Theil vor ihrem Grundstück. Der zehn Meter lange Streifen wurde nicht geteert, sondern mit Schotter aufgefüllt.

Dirk Jochmann

Michael und Ulrike Theil vor ihrem Grundstück. Der zehn Meter lange Streifen wurde nicht geteert, sondern mit Schotter aufgefüllt.

Krefeld. Als die Arbeiten an den Stromleitungen an der Moerser Straße etwa eine Woche vor Weihnachten abgeschlossen waren, atmete das Ehepaar Theil auf. „Wir haben gedacht, so kurz vor den Feiertagen wird die Straße endlich wieder zugemacht. Der Besuch kann also kommen“, sagt Ulrike Theil. Doch zu früh gefreut: Vor ihrem Grundstück blieb ein etwa zehn Meter langer Streifen offen. „Bei den Nachbarn wurden die Pflastersteine wieder reingeklopft, bei uns wurde der Streifen nur mit Schotter aufgefüllt und gewalzt“, erklärt sie.

Dieser Zustand hat sich auch nach den Feiertagen nicht geändert. „Wir haben den ganzen Januar gewartet. In der Woche, in der so viel Schnee lag, haben wir auch nicht damit gerechnet, dass etwas passiert.“ Doch, auch als es wärmer war, passierte nichts. „Die Telefonate mit dem Tiefbauamt liefen immer gleich ab: Uns wurde gesagt, dass die Information weitergereicht wird.“

Das Ehepaar ärgert sich, weil es keine Antwort bekommt

Ende Januar schickte Michael Theil eine E-Mail, in der er das Problem erneut schilderte, wartete allerdings vergeblich auf eine Antwort. „Es kostet etwa zwei Minuten Zeit, sowas zu beantworten, ich verstehe nicht, dass man uns da nicht irgendeine Art von Rückmeldung oder Erklärung gibt.“ Zwar ärgern sich beide über den unbefestigten Weg, aber dass sie keine nachvollziehbare Erklärung bekommen, wann die Straße wieder instand gesetzt wird oder weshalb das nicht im Zuge der restlichen Arbeiten passiert ist, macht sie erst recht sauer. „Wir glauben, dass uns das Unternehmen einfach vergessen hat. Und weil wir keine Antworten bekommen, befürchten wir auch, dass das Tiefbauamt es einfach bei diesem Zustand belässt.“

Hinzu komme noch, dass die Steine sich ständig lösen und über den Bürgersteig rollen. „Wir haben hier so viele Radfahrer und Jogger, wenn es dunkel ist, kann das richtig gefährlich sein“, sagt Ulrike Theil.

Auf Anfrage der WZ antwortete die Stadt: „Bei den Tiefbauarbeiten handelt es sich um eine Kabelverlegung der SWK. Der besagte Bereich konnte witterungsbedingt vergangenes Jahr nicht mehr geschlossen werden. Sobald es die Wetterlage zulässt, wird dieser Bereich hergerichtet.“ Ulrike Theil findet diese Aussage nicht zufriedenstellend. „Der Grund, weshalb das nicht direkt gemacht wurde, kann das nicht sein. Vor Weihnachten war es warm genug, um die Arbeit fertigzustellen. Und im Januar hatten wir auch 14 warme Tage, an denen man die Arbeiten hätte nachholen können.“

Was sie aber vor allem ärgere, sei, dass sie bis heute gar keine Antwort bekommen hätte. „Diese Aussicht hätte uns das Tiefbauamt auch als Antwort auf unsere Mail geben können.“

Leserkommentare (8)


() Registrierte Nutzer