Die Erweiterung ist beschlossene Sache, doch passiert ist noch nichts. Dabei wird der Ersatzbau dringend benötigt.

An der Bismarckschule herrscht großer Handlungsbedarf: Der Schulpflegschaftsvorsitzende Jens Finkensiep (r.) und sein Vize Thomas Kirchhartz fordern den zügigen Umbau.
An der Bismarckschule herrscht großer Handlungsbedarf: Der Schulpflegschaftsvorsitzende Jens Finkensiep (r.) und sein Vize Thomas Kirchhartz fordern den zügigen Umbau.

An der Bismarckschule herrscht großer Handlungsbedarf: Der Schulpflegschaftsvorsitzende Jens Finkensiep (r.) und sein Vize Thomas Kirchhartz fordern den zügigen Umbau.

Andreas Bischof

An der Bismarckschule herrscht großer Handlungsbedarf: Der Schulpflegschaftsvorsitzende Jens Finkensiep (r.) und sein Vize Thomas Kirchhartz fordern den zügigen Umbau.

Krefeld. Die Eltern der Bismarckschüler sind mit ihrer Geduld am Ende. Vor Monaten schon wurde die Erweiterung der Gebäude von den Mitgliedern des Schulausschusses für dringend notwendig gehalten, vor einem halben Jahr die Pläne für drei Klassenräume, Mensa und Küche vorgestellt. „Doch passiert ist seitdem nichts“, sagen die beiden Vorsitzenden der Schulpflegschaft. Knapp 400 Eltern und Schüler haben deswegen einen Appell unterzeichnet. Gestern gab es ein Treffen an der Schule.

„Vor einem Jahr hat die Bauverwaltung die dringliche Notwendigkeit von Ersatzbaumaßnahmen an unserer Schule festgestellt“, schreiben Jens Finkensiep und Thomas Kirchhartz, die beiden Pflegschafts-Vorsitzenden, im Appell. „Auf dieser Grundlage wurden durch die Ratsfraktionen die hierfür erforderlichen Maßnahmen beschlossen und notwendige finanzielle Mittel bereitgestellt. Seitdem ist jedoch weder planerisch noch baulich ein Fortschritt erkennbar. Dies verwundert und irritiert uns sehr.“

Der Ersatzbau werde dringend benötigt, erklärt Kirchhartz weiter. „Nachdem wir noch eine zusätzliche vierte Klasse bekommen haben, sind die Räume auch auf dem letzten Platz besetzt. Die Betreuung des Offenen Ganztags quillt aus allen Nähten. Es wurde der Computerraum für die Arbeit geopfert. Eine Aula haben wir nicht, dafür aber weiterhin einen maroden Pavillon.“ Für den Sport müssten die Kinder ins Moltke-Gymnasium gehen.

Pflegschaft: Baubeginn wenigstens bis Anfang 2016

„Wir fordern daher die unverzügliche Umsetzung der beschlossenen Planungsmaßnahmen, damit der Baubeginn wenigstens Anfang 2016 erfolgen kann“, erklären die beiden Männer. „Es darf keine weitere Zeit mehr ungenutzt verstreichen, zumal die Umbauarbeiten ohne größere Störungen für den Unterrichtsverlauf vonstattengehen können.“

Beide befürchten, dass „die Maßnahme verschleppt wird und sich bis zum Schuljahr 2016/2017 nichts verändert.“ An das Thema Inklusion wollen sie gar nicht erst denken. Denn: „Neue Konzepte brauchen mehr Platz.“ Was Finkensiep und Kirchhartz ebenfalls nicht verstehen können: „Wir haben mit Vertretern aller Parteien gesprochen. Keiner weiß, warum es nicht losgegangen ist. Einer sagte uns, wir hätten mehr nachhaken müssen.“

Architektin Angela Naebers hatte den Mitgliedern des Schulausschusses die Pläne für die Bismarckschule mit Platz für drei Klassenräume sowie Mensa und Küche im Dezember vorgestellt. „Bis der Anbau steht, können die Mädchen und Jungen den Pavillon auf dem Schulhof gefahrlos besuchen“, erklärte die Architektin damals. „Darin sind zwei Klassen untergebracht. Wenn alles fertig ist, wird der Pavillon beseitigt.“ Der neue Trakt werde an ein bestehendes Gebäude herangebaut, das Gelände ordnen und optisch zusammenhalten, sagte sie weiter. Der neue Zugang von der Brahmsstraße werde eine große Verbesserung sein.

Die Kosten für den Anbau belaufen sich auf rund 1,28 Millionen Euro. Die Behelfslösung namens Pavillon stammen aus den 1970er-Jahren.

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