Initiative will Grünflächen an der Fungendonk umgestalten. Am WZ-Mobil hagelt es Kritik. Ein Landwirt sieht seine Existenz gefährdet.

Initiative will Grünflächen an der Fungendonk umgestalten. Am WZ-Mobil hagelt es Kritik. Ein Landwirt sieht seine Existenz gefährdet.
Die Ieee an der Fungendonk einen Park zu schaffen, wird am WZ-Mobil kontrovers diskutiert.

Die Ieee an der Fungendonk einen Park zu schaffen, wird am WZ-Mobil kontrovers diskutiert.

Dirk Jochmann

Die Ieee an der Fungendonk einen Park zu schaffen, wird am WZ-Mobil kontrovers diskutiert.

Krefeld. Am WZ-Mobil in Oppum wird kontrovers diskutiert. Zwölf Bürger möchten rechts und links der Fungendonk in Eigeninitiative einen Park entstehen lassen. Ihre Ideen hatten sie der Westdeutschen Zeitung Anfang Februar erläutert. Einige Anwohner fühlen sich von der Initiative, die Mitte Februar einen Förderverein gründen möchte, jedoch überrumpelt. „Der Weg parallel zum Trampelpfad ist total verkommen. Bevor man über einen ganzen Park nachdenkt, sollte man zunächst dafür sorgen, dass die Stadt den Weg in Ordnung bringt, der dort parallel zum Dorfgraben verläuft“, sagt etwa Anwohner Andreas Hoenen.

Bürgerinitiative ist vom Gegenwind überrascht

Der Weg sei nicht nur in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden, sondern werde auch stark von Hundebesitzern genutzt. Das Problem: „Dort liegt überall Hundekot. Wie soll das erst werden, wenn dort ein Park entsteht?“, fragt Hoenen und fügt hinzu: „Bevor ein teurer neuer Park auch noch verkommt, ist es mir lieber, wenn ein Landwirt die Wiese in Ordnung hält.“

Das ist Stefan Hamacher. Er nutzt die Flächen, auf denen zumindest teilweise der Park entstehen könnte, zur Produktion von Heu für seine Pferdepension an der Hauptstraße. „Ich bin zwar gesprächsbereit, aber solange ich keine Details kenne, finde ich es schwierig. Ich brauche schließlich die Wiesen für meinen Betrieb“, sagt er. Gesprächsbereit sei die Initiative, die die Idee zu dem Bürgerpark hatte, betont Dietmar Lemke. „Ich bin überrascht vom Gegenwind, den wir hier bekommen. Wir haben aber noch nichts festgelegt und wollen gemeinsam mit den Anwohnern Ideen sammeln.“ Dass ein neu eingerichteter Park verkommen würde, glaubt er nicht.

Ideen, die das Hundekot-Problem lösen könnten hat Anwohnerin Vera Kropp. „Ich bin selber Hundebesitzerin. Wenn man einen Park errichtet, muss es Hundekotstationen geben. Außerdem könnte man doch einen Bereich als Hundewiese nutzen“, schlägt sie vor. Auch Christel Koch findet, dass man „offen auf die Idee zugehen“ sollte. Oppum sei lange ein benachteiligter Stadtteil gewesen. Umso schöner sei es, wenn jetzt ein Park an der Fungendonk entstehen würde. Und: „Eine Hundewiese wäre sicher sinnvoll, damit sich die Leute nicht ins Gehege kommen. Im Schönwasserpark kann man teilweise seine Kinder wegen des Kots nicht rumlaufen lassen.“

Ulrich Sitterz möchte zunächst abwarten, wie konkrete Pläne aussehen. Eine mit ein paar Bäumen „aufgehübschte Wiese“ und ein Weg, „der auch mit Kinderwagen nutzbar ist“, könne er sich aber durchaus vorstellen. Dem widerspricht Stephanie Hoenen, die den Weg am Dorfgraben als „Hunde-Highway“ kennt. Sie wünscht sich, dass „die Wiese so natürlich bleibt, wie sie ist“. Bereiche wie dieser geben Oppum eine Art „Dorf-in-der-Stadt-Atmosphäre“, die sie nicht missen wolle.

„Natürlich müssen noch viele Gespräche geführt werden“, sagt Helmut Spät von der Initiative, der sich eine lautstarke Diskussion mit Parkgegner Andreas Hoenen liefert. Letzterer befürchtet, dass Landwirt Stefan Hamacher um seine Existenz gebracht werden könnte. Das verneint Spät und betont: „Wir werden nichts unternehmen, was die Existenz des Landwirts gefährdet.“

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