Den Amphibien an der Kurkölner Straße soll geholfen werden – Diskussion im Umweltausschuss.

Oppum-linn
Die Kurkölner Straße ist eine Route wandernder Kröten. Archiv

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abi

Die Kurkölner Straße ist eine Route wandernder Kröten. Archiv

Krefeld-Oppum-Linn. Vertreter von Bündnis-Grünen und Unabhängiger Wählergemeinschaft haben in den Umweltausschuss Anträge zum Schutz von Amphibien eingebracht. Denn seit über einem Jahr ist bekannt, dass die vorgesehenen 60.000 Euro für einen Leittunnel auf der Kurkölner Straße nicht ausreichen. (WZ berichtete) Daran hat auch eine erneute Prüfung nichts geändert.

Die Fraktionen möchten wissen, wann mit dem Tunnelbau begonnen wird, beziehungsweise wie Kammmolch und Co. in Zukunft geschützt werden und wie die für den Amphibienschutz vorgesehenen Mittel ausgegeben werden sollen. Die Verwaltung schlägt nun vor, den Ratsbeschluss für den Tunnelbau aufzuheben, um stattdessen die Kurkölner Straße im Frühjahr zu sperren und im Latumer Bruch ein Ersatzgewässer anzulegen.

Schutz über die Wanderzeit hinaus wäre wünschenswert

Für die Mitglieder der Bürgeraktion Baumschutz, die sich dort engagieren, ist dies keine Lösung. Bernd Kraft: „Die Straßensperrung ist besser als nichts, aber richtig ist sie nicht. Sie schützt die Tiere nur bei der Wanderung hin zu den Laichgewässern. “

Außerdem seien die Amphibien ihrem Geburtsort treu. „Dorthin wandern sie immer zurück. Deshalb werden sich an einem neuen Gewässer stets auch nur neue Tiere ansiedeln.“

Karl-Heinz Borghoff, Vorsteher der Bezirksvertretung Oppum-Linn, ist der Ansicht, dass die vorgesehenen Mittel überhaupt nicht mehr vorhanden sind. Rund 48.000 Euro wollte das Land geben, den Rest die Stadt finanzieren. Er sagt auch, dass 90.000 Euro, die der Tunnel kosten würde, zu viel seien. Borghoff hat bei den Vertretern seines Gremiums bereits nachgefragt und erklärt: „Wir würden einer Sperrung der Kurkölner Straße während der Krötenwanderung – wie am Steeger Dyk – zustimmen.

Konkret werden die Bezirksvertreter darüber in ihrer Sitzung am 13. April um 17 Uhr, Parkhaus Oppum entscheiden. Dann werden sie auch ihre Meinung zu einem neuen Tümpel im Sumpfgebiet, in der Nähe der Linner Kleingartenanlage, sagen.

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