Die Schutzengel-Kirche weist viele Baumängel auf. Diese werden nun beseitigt.

Krefeld. Eines der Wahrzeichen Oppums – der Turm der Kirche zu den Heiligen Schutzengeln – wird derzeit von Baugerüsten umgeben, denn es weist massive Schäden auf. Und diese müssen dringend beseitigt werden. So haben sich unter anderem Steine und Ornamente gelockert und drohen herunterzufallen. Außerdem muss der Turm nach neuen Richtlinien in seinem Innern ausgebaut werden und auch die Zifferblätter der Uhr bekommen einen neuen Glanz.

In rund einem halben Jahr soll – pünktlich zum Schützenfest – alles fertig sein. „Wir sind froh, dass bisher nichts passiert ist und niemand durch herabfallende Teile verletzt wurde. Da die Gerüste ein Fünftel der Kosten verursachen, wollen wir nun alle Arbeiten durchführen, die nötig sind, kurz: alles was geht“, erzählt Hans Russmann, der Moderator der Seelsorge.

„Wir sind froh, dass bisher nichts passiert ist und niemand durch herabfallende Teile verletzt wurde.“

Hans Russmann, Moderator der Seelsorge

„2014 haben wir den Turm von einem Steiger aus besichtigt und die Mängel festgestellt. So wurden seitdem die Gewände an den Schallfenstern, hinter denen sich die Glocken befinden, bereits mit Bändern gesichert. Die Steine unter der Balustrade weisen Risse auf“, sagt Ralph Hoepfner, Kirchenvorstand der Gemeinschaft der Gemeinden St. Augustinus.

Durch den Wegfall der Balustrade, die einst rund um den Turm führte, habe sich die Statik des Bauwerks verändert, berichten die Männer weiter: „Das Mauerwerk schiebt, arbeitet und lockert sich. Das kann so nicht bleiben.“ Nun wird der Turm bis zum Turmhelm, das heißt bis in eine Höhe von rund 40 Metern, eingerüstet. Durch das schöne Wetter konnten die Arbeiten vorzeitig beginnen. Zunächst werden Natursteinarbeiten durchgeführt, die korrodierten Sturmeisen in Edelstahl erneuert, Gesimse, Blindmaßwerke, Eckkonsolen und Pfeiler ausgebessert und die Fugen im oberen Turmbereich an allen Natursteinen bearbeitet.

Zimmererarbeiten werden an der Holzkonstruktion des Turmhelmes nötig. Denn dort ist der Einbau von Arbeitsbühnen ebenso wichtig wie Veränderungen am Laufsteg oberhalb des Glockenstuhls, um sichere Aufstiegsmöglichkeiten von der Glockenkammer bis zur Spitze für regelmäßige Wartung und Kontrolle zu gewährleisten. „Nicht zuletzt muss auch das für Turmfalken vorgesehene Nest regelmäßig gesäubert werden“, erklärt Hoepfner. „Ohne Zwischenböden ist es einfach zu gefährlich, im Turm zu arbeiten.“

„Das Mauerwerk schiebt, arbeitet und lockert sich. Das kann so nicht bleiben.“

Russmann und Ralph Hoepfner, Kirchenvorstand

Eine Überarbeitung der Zifferblätter der Turmuhren einschließlich ihrer Beleuchtung ist auch vorgesehen. Die Gesamtkosten gemäß Planung belaufen sich auf rund 505 000 Euro. „Der Zuschuss des Bistums beträgt 323 500 Euro“, rechnen Russmann und Hoepfner vor.

Also muss die Kirchengemeinde 181 500 Euro stemmen. Hoepfner: „Davon können wir zunächst aus Darlehen rund 101 000 Euro entnehmen, die jedoch in den nächsten Jahren getilgt werden müssen. Wir sind demnach dringend auf Spenden angewiesen.“

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