Der Weihnachtsmarkt rund um die Burg lebt von vielen kleinen Händlern. Auch der Nikolaus schlendert durch die Gassen.

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Familiär und gemütlich ist das Markttreiben im Schatten von Burg Linn.

Familiär und gemütlich ist das Markttreiben im Schatten von Burg Linn.

Alexandra Hoppe beginnt immer bereits im Sommer mit den Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt.

Andreas Bischof, Bild 1 von 2

Familiär und gemütlich ist das Markttreiben im Schatten von Burg Linn.

Krefeld. Der gesamte Stand von Alexandra Hoppe strahlt rot-weiß im Lichterglanz. Sie stellt zum fünften Mal auf dem stimmungsvollen Linner Weihnachtsmarkt aus. „Es ist ein kleines Jubiläum“, sagt sie. Hoppe wohnt in Linn und präsentiert auch nur dort ihre selbst gefertigte Ware.

Am Stand der Linnerin ist alles rot-weiß

„Im Sommer fange ich mit der Produktion an. Das ist mein Hobby“, berichtet sie und lacht. „Es macht viel Spaß, für diesen schönen Weihnachtsmarkt zu arbeiten und dann alles anzubieten.“ Aus dem Obst, das im Garten des Bruders heranreift, kocht sie Marmelade, außerdem häkelt sie Rosen, die als Anstecknadel dienen, und näht Topflappen und -Handschuhe. Die sind auch im kleinen Format für Kinder vorhanden.

Der Stoff ist konsequent rot-weiß in vielen verschiedenen Mustern. Weiß besprühte Weidenkränze sind mit kleinen Stoffsternen geschmückt. Kleine Schlitten mit Puppen oder Nikoläusen ergänzen das Angebot für die Deko-Ideen.

Sehr schön sind auch die großen Laternen, die Hoppe mit winterlichen Szenen versehen hat. Eine große Kerze ist von weiß-glänzenden Tannenzapfen umgeben, an anderer Stelle steht ein Zwerg im Miniaturwald.

Besucher Werner Slomka hat gerade einen Nikolaus erstanden. „Ich sammele sie und dekoriere zu Hause den Tisch damit“, erklärt der Uerdinger. „Dieser Markt ist schön, nicht groß und kommerziell, sondern klein und stimmungsvoll.“ Die Stimmung rund um die in adventliches Rot getauchte Burg macht das Besondere aus. „Es ist eine schöne Kulisse“, sagen auch die Besucher Helma und Willi Hanenberg. „Hier ist es nicht so verkitscht.“ Martina und Georg Bruns besuchen mit ihrer Tochter Christina (18 Monate) den Nikolaus. „Es ist so schön, dass hier ein Nikolaus mit Mitra und Bischofsstab umhergeht; mit sanfter Stimme und nicht mit erhobenem Zeigefinger“, erklären sie. „Sonst ist es immer der Weihnachtsmann.“

Auch Bruno (7) und Catie (11) sehen den Mann mit großen Augen an. Es ist der Markt der weißen Lichter, Kerzen und Lämpchen. Darin spiegeln sich Schmucksteine, Ketten und Armbänder, Stofftiere, Dekoartikel und viele leckere Sachen, süße wie Anisplätzchen oder Printen, und herzhafte wie Reibekuchen und Würstchen.

Es sind auch Menschen vor Ort, die sich für andere engagieren. So bieten Mitglieder des Lions-Clubs Vogelhäuschen als Bausatz oder zusammengesetzt an. Der Erlös gehe zu 100 Prozent an bedürftige Kinder aus der Region, steht auf dem Plakat. Die Zonta-Frauen haben die Museumsscheune in eine Weihnachtswelt verwandelt, in deren Mitte der Ape-Kaffeewagen steht. Der Verkaufserlös hier geht an das Hospiz. chm

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