Darnita und Kirk Rogers stammen aus den USA. Ihr Vorgänger Nathan Junor ist aus privaten Gründen nach Kanada zurückgekehrt.

Oppum
Der Gospelchor „Piece of Heaven“ hat eine neue Leitung v.l.: Kirk Rogers neben Thekla Klein-Thauer vom Förderverein des Chors und Darnita Rogers.

Der Gospelchor „Piece of Heaven“ hat eine neue Leitung v.l.: Kirk Rogers neben Thekla Klein-Thauer vom Förderverein des Chors und Darnita Rogers.

Dirk Jochmann

Der Gospelchor „Piece of Heaven“ hat eine neue Leitung v.l.: Kirk Rogers neben Thekla Klein-Thauer vom Förderverein des Chors und Darnita Rogers.

Krefeld. Der Oppumer Gospelchor „Piece of Heaven“ hat zwei prominente neue Chorleiter. Es ist das aus Amerika stammende Künstlerpaar Darnita und Kirk Rogers. Er hat im Film „American Pie 4“ mitgespielt, sie ist besonders den deutschen Fernsehzuschauern aus der José-Carreras-Gala und der Carmen-Nebel-Show bekannt. Viele Krefelder kennen ihn bereits, weil er bei den Fischeln Open 2012 am Piano saß.

Es werden noch dringend Bassstimmen gesucht

Darnita Rogers hat „Musik in den Knochen“, wie sie selbst sagt. Die 46-Jährige singt und summt den ganzen Tag. Auch zum Gespräch kommt sie mit einem Lied auf den Lippen. „Die Musik erfüllt mein Leben mit Freude“, erzählt die „Singnsista“, wie sie umgangssprachlich und liebevoll genannt wird. Sie ist im Chor für die Sopran- und Altstimmen zuständig, ihr Mann (44) für die Tenöre. Außerdem spielt er das Piano. Er würde sich über Bassstimmen im Chor freuen. „Die suchen wir dringend“, bestätigt Thekla Klein-Thauer, Mitbegründerin des Chors.

„Die Musik muss man fühlen.“

Darnita Rogers, Chorleiterin

Sie ist glücklich über die neuen Chorleiter, nachdem Vorgänger Nathan Junor wegen einer Schulterverletzung nicht mehr dirigieren konnte. Er ist nach Kanada zurückgekehrt und hat vorher den Kontakt zwischen dem Paar und den Oppumern hergestellt. Nun werden die Chormitglieder in der Auferstehungskirche an der Buschdonk von einer Frau, die aus Georgia stammt und einem Mann aus New Jersey in Stimmbildung unterwiesen und fühlen den Soul.

Obwohl das Paar nur wenige Worte deutsch spricht und auch ohne Noten arbeitet, ist der Unterricht gut verständlich. Nicht nur weil die meisten deutschen Chormitglieder englisch sprechen. „Ich singe die Melodie vor“, erklärt die Chorleiterin, deren Sopranstimme fünf Oktaven umfasst. „Die Musik muss man fühlen.“ Gleichzeitig weiß sie, dass Frauen für die Gospel-Songs offener sind.

Kirk Rogers hat bereits mit elf Jahren einen Chor geleitet. „Er ist ein guter Stepptänzer, ein erfahrener Chorleiter und Gesangslehrer für einzelne Stimmen wie Sopran, Alt, Tenor und Bass und arrangiert die Instrumentation von Bands. Der 44-Jährige hat bereits in vielen Kirchengemeinden an der Ostküste in den USA gearbeitet und Erfahrungen gesammelt.“ Diese Erfahrungen geben die beiden nun weiter. In Europa war das Paar mit The Very Best of Black Gospel in mehreren Ländern unterwegs und hat die Aufmerksamkeit der Zuschauer in vielen europäischen Fernsehsendungen auf sich gezogen. „Wir lieben Europa, es ist wundervoll“, sagen sie unisono. Was nicht bedeutet, dass sie regelmäßig in die Staaten fliegen, um die Familie zu besuchen.

2009 wurde der Chor unter dem Namen „Resurrection Gospel Choir“ als Chor der evangelischen Auferstehungskirche in Oppum auf Initiative von Pfarrer Michael Papsdorf gegründet. Seit 2011 ist es ein freier Chor, der sich den Namen „Piece of Heaven“ gegeben hat. Die knapp 30 Sänger sind am Samstag, 29. Juni, ab 14 Uhr, beim Rheinischen Gospelchor-Treffen in der Alten Kirche zu hören.

Wer mitmachen möchte, komme montags zwischen 19.30 und 21.30 Uhr zu den Proben in die Auferstehungskirche an der Buschdonk 42a.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer