Stadt und Wohnstätte nehmen Stellung zur Situation der Siedlung an der Herbertzstraße.

Oppum
Ferien-Idylle mit Planschbecken und Liegestühlen in der Siedlung Herbertzstraße.

Ferien-Idylle mit Planschbecken und Liegestühlen in der Siedlung Herbertzstraße.

Andreas Bischof

Ferien-Idylle mit Planschbecken und Liegestühlen in der Siedlung Herbertzstraße.

Krefeld. Zur Situation an der Herbertzstraße haben Stadt und Wohnstätte eine gemeinsame Erklärung abgegeben. Darin weisen sie vor allem Spekulationen zurück, wonach es bereits Pläne für eine Vermarktung gebe.

„Die Häuser auf der Herbertzstraße wurden Anfang der 60er Jahre von der Wohnstätte Krefeld AG an die Stadt Krefeld vermietet. Die Anmietung erfolgte zur ausreichenden Wohnraumversorgung für Obdachlose.“

Der Bedarf sei in den vergangen Jahren, deutlich zurückgegangen: Seien es im Jahr 2001 insgesamt noch 163 Haushalte mit 492 Personen gewesen, sind es 2011 45 Haushalte mit 110 Personen. Auf der Herbertzstraße befänden sich 31 Haushalte mit 71 Personen.

Deshalb sei bereits zum Jahreswechsel 2003/2004 ein erster Teil der von der Stadt auf der Herbertzstraße angemieteten Wohnungen gekündigt worden. Diese Häuser seien durch die Wohnstätte Krefeld Ende 2004 abgerissen worden.

„Im Mai 2010 wurde ein weiterer Teilbestand der Wohnungen durch die Stadt gekündigt. Der technische Zustand der Objekte wurde zwischenzeitlich überprüft, mit dem Ergebnis, dass bei einem Großteil der Häuser eine Sanierung nicht wirtschaftlich ist.

Für die Grundstücksflächen stellt sich die Frage nach einem nachhaltigen Nutzungskonzept. An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Entscheidungen getroffen wurden“, so die Stellungnahme.

Zum 31. Dezember 2010 sei durch die Wohnstätte der Vertrag mit der Stadt Krefeld über den noch verbliebenen Wohnungsbestand Herbertzstraße gekündigt worden. Seitdem werde von der Stadt gemeinsam mit der Wohnstätte nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten für die Bewohner gesucht, wobei jeder Einzelfall besonders berücksichtigt werde.

„An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass den Bewohnern einer Notunterkunft immer klar sein muss, dass die Nutzung eines solchen Objektes keinesfalls auf Dauer angelegt sein kann.“

Bereits im Jahr 2010 hätten die Bewohner in den alljährlich stattfindenden Gesprächen mit den Mitarbeitern der Stadt Hinweise erhalten, dass die Notunterkünfte, möglicherweise bald, nicht mehr zur Verfügung stehen und sie sich um eine Ersatzunterkunft bemühen sollten.

„In diesen Gesprächen werden seitens der Sozialverwaltung Hilfsangebote unterbreitet.“ Die Betroffenen hätten im März 2011 den konkreten Hinweis erhalten, dass die Notunterkünfte geschlossen werden.

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