Ludger Walter, Abteilungsleiter Bauleitplanung, informierte die Bezirksvertreter über das Verkehrsgutachten.

Oppum/Linn
An dieser Stelle will die Gastronomiekette Cafe del Sol die neue Filiale errichten.

An dieser Stelle will die Gastronomiekette Cafe del Sol die neue Filiale errichten.

Archiv Andreas Bischof

An dieser Stelle will die Gastronomiekette Cafe del Sol die neue Filiale errichten.

Krefeld. Ein eindeutiges „Ja“ für das geplante Café del Sol an der Berliner-, Ecke Violstraße, kommt aus der Bezirksvertretung Oppum-Linn. „Wir begrüßen das Vorhaben und das stimmige Konzept. Lange Zeit haben wir uns über die Dreckecke beschwert. Wir sehen es positiv, wenn dort etwas geschieht“, erklären Werner Siebertz (CDU) und Helmut Späth (SPD). „Andere Städte würden sich freuen.“

Trotzdem nehmen die Bezirksvertreter die Sorgen der Anlieger um Lärm und Verkehrsaufkommen ernst. In ihrer jüngsten Sitzung informierte Ludger Walter, Abteilungsleiter Bauleitplanung, über das Verkehrsgutachten und geplante Regelungen im Gebiet Schönwasser-, Tiergarten- und Violstraße.

„Wir haben zwei Knotenpunkte zu beachten“, so Walter. „Autofahrer, die über die Berliner Straße zum Café fahren wollen, biegen einfach rechts ab. Für die Rückfahrt müssen sie an der Schönwasserstraße eine Kehrtwende, neudeutsch U-Turn, vollziehen. Ebenso ist es an der Vadersstraße für Leute, die aus Stadtmitte kommen.“

Der Verkehr sei lauter als der Betrieb im Cafe

Diese Lösungen seien nicht toll und stießen an die Leistungsfähigkeit der Kreuzungen, erklärt der Planer, aber durch eine verlängerte Ampelphase für die Umlaufzeit der Umkehrer seien sie möglich. „Der Vorhabenträger wird die Kosten übernehmen.“ Wer über Schönwasser-, Tiergarten- und Violstraße zum Café möchte, wird vor Pollern enden. „Es ist geplant, die Tiergartenstraße an ihrem Ende, vor dem Kreisverkehr am Zoo, für Autofahrer abzusperren.“

Zum Verkehrsaufkommen, das auch hohe Frequentierungen beinhalte: Es werden am Wochenende 725 Fahrzeuge erwartet. An den anderen Tagen wird mit 50 Autos innerhalb von vier Stunden gerechnet. 51 Parkplätze kommen mit einer Lärmschutzwand ans Gebäude. Weitere 80 gibt es an der Grotenburg.

Zum Thema Lärm sagt der Planer, dass die Rollos an den Terrassen des im Kolonialstil erbauten Hauses um 22 Uhr geschlossen und Geräusche abschotten würden. Außerdem würden die Geräusche des Betriebes vom Verkehrslärm der Berliner Straße „locker überschritten“. Walter zieht das Fazit: „Ohne das Bauvorhaben gibt es keine Verschlechterung, es gibt aber auch keine Verbesserung.“

Im Vorfeld des Vortrages hatte es bei den Bezirksvertretern einigen Unmut gegeben, da Verwaltungsmitarbeiter erklärt hatten, das Café liege auf dem Gebiet der Bezirksvertretung-Ost und werde nur dort behandelt. Späth und Siebertz sahen sehr wohl Auswirkungen auf die Verkehrslage in Oppum. Ludger Walter kam und trug vor.

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