Nudeln verknoten, Gurken sammeln: Bei der Rallye des Brauchtumspflegevereins mussten die Teams verzwickte Aufgaben lösen.

Rund 70 Teilnehmer traten bei der Fahrradrallye des Brauchtumspflegevereins in die Pedale.
Rund 70 Teilnehmer traten bei der Fahrradrallye des Brauchtumspflegevereins in die Pedale.

Rund 70 Teilnehmer traten bei der Fahrradrallye des Brauchtumspflegevereins in die Pedale.

Dirk Jochmann

Rund 70 Teilnehmer traten bei der Fahrradrallye des Brauchtumspflegevereins in die Pedale.

Oppum. Die Stimmung am Samstagmorgen auf dem Weetekamp ist bestens. Aufgereiht auf einem Grünstreifen stehen bis zu 70 Fahrräder bereit. Schon zum dritten Mal richtet der Brauchtumspflegeverein Oppum seine jährlich stattfindende Fahrradrallye aus. „Wir sind 2011 mit elf Teilnehmern bei strömendem Regen gestartet. Im darauffolgenden Jahr waren es bereits 50 Starter“, erzählt Sebastian Stapel, erster Vorsitzender des Vereins.

Jedes Team bekommt Verpflegung mit auf den Weg

In Teams von bis zu vier Teilnehmern machen sich die Radfahrer um Punkt 14 Uhr im Abstand von jeweils drei Minuten auf den Weg durch Oppum. Die Fahrradrallye ist aber nicht bloß ein reines Radrennen. „Die Teilnehmer bekommen von uns ähnlich wie bei einer Schnitzeljagd einen Fragen- und Aufgabenkatalog, den sie nach und nach abarbeiten müssen“, erklärt Sebastian Bennewitz, der ebenfalls zum Vorstand des Vereins gehört.

So gibt der Verein den Teilnehmern am Start neben einem Verpflegungskorb noch eine dicke Mappe mit an die Hand. „Die erste Aufgabe ist es, eine ungekochte Spaghetti am Ende der Tour verknotet mit zurückzubringen“, sagt Bennewitz.

Nur wer die Aufgaben erfüllt, schafft es bis ins Ziel

Als erstes startet das Team Amazonen II, das bereits nach wenigen Metern in der Kurve am Weetekamp anhält, um sich erst einmal die Aufgaben durchzulesen. Die Strecke führt die Radrätsler unter anderem zum Bösinghovener Hof, Pax Christi, dem Schönwasserpark und zur Großmarktkantine. Den Zielort an der Ennsstraße erreicht nur, wer die Aufgaben an den einzelnen Stationen erfüllen kann. Denn für jede gelöste Aufgabe erhält das Team Buchstaben, die zum Schluss den Namen des Zielortes ergeben.

Nach mehr als vier Stunden trudelt das letzte Team ein

Die ersten Teilnehmer trudeln nach zweieinhalb Stunden im Ziel ein. Nach viereinhalb Stunden ist auch das letzte Team glücklich und vor allem unfallfrei angekommen. „Die Hälfte aller Teams hat es geschafft die Spaghetti geknotet mitzubringen, die längste Gurke, die unterwegs aufgetrieben werden musste, hatte fast 40 Zentimeter und ein Team meisterte es tatsächlich, 32 verschiedene Sorten Toilettenpapier zu sammeln“, erklärt Bennewitz und grinst.

Der Brauchtumspflegeverein Oppum e.V. gründete sich aus dem „Stammtisch Oppum“ und richtet seit 2011 die Oppumer Fahrradrallye aus. Informationen zum Verein gibt’s bei bei Facebook unter Brauchtumspflegeverein Oppum e.V oder im Internet unter

www.oppumev.de

Am Ende siegt das Team „Keiner ist schneller“ aus Oppum. Auf Platz zwei schafft es die Gruppe „klein Willich“ gefolgt von den „Fantastic Four“ aus Fischeln. Das letzte Team in der Wertung wird ganz besonders geehrt: „Mit einem Flickenset und einer Radwanderkarte, damit sie beim nächsten Mal den Weg besser finden“, so der erste Vorsitzende, der von allen Seiten für seinen Verein und die Veranstaltung Lob erhält. Jetzt freut er sich auf das nächste Jahr und hofft, dass dann noch mehr Teams an der Oppumer Fahrradrallye teilnehmen werden.

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