Für St. Johann Baptist, gibt es kein Geld mehr vom Bistum. Auch für St. Karl Borromäus muss die Gemeinde allein sorgen.

Für St. Johann Baptist, die durch einen ihrer Kirchtürme höchste Kirche Krefelds, gibt es vom Bistum Aachen in Zukunft kein Geld mehr.
Für St. Johann Baptist, die durch einen ihrer Kirchtürme höchste Kirche Krefelds, gibt es vom Bistum Aachen in Zukunft kein Geld mehr.

Für St. Johann Baptist, die durch einen ihrer Kirchtürme höchste Kirche Krefelds, gibt es vom Bistum Aachen in Zukunft kein Geld mehr.

Bei St. Karl Borromäus hofft man wegen der guten Bausubstanz erst einmal finanziell klarzukommen.

Andreas Bischof, Bild 1 von 2

Für St. Johann Baptist, die durch einen ihrer Kirchtürme höchste Kirche Krefelds, gibt es vom Bistum Aachen in Zukunft kein Geld mehr.

Krefeld. Für Krefelds höchste Kirche gibt es in Zukunft kein Geld mehr vom Bistum. Jegliche nötige Reparatur an St. Johann Baptist in der Pfarrgemeinde Maria Frieden muss die Gemeinschaft der Gemeinden Krefeld-Süd in Zukunft entweder selbst finanzieren oder sich eine andere Lösung, einen Verkauf oder eine gewinnbringende andere Nutzung, für das Sakralgebäude überlegen. Das gleiche gilt für die Kirche St. Karl Borromäus, die zur Pfarrgemeinde St. Augustinus gehört, und vier weitere Gebäude im Bereich der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Krefeld-Süd.

Bei 36 Gebäude wurde Aufwand für Instandhaltung geprüft

Grund für diese Entscheidung ist „Kim“, das Kirchliche Immobilienmanagement des Bistums Aachen, in dem angesichts sinkender Kirchensteuer-Einnahmen auch das Geld für Sanierungen fehlt. Mit Kim soll die Zahl der kirchlichen Gebäude den vorhandenen Finanzen angepasst werden.

Im Rahmen dieses Prozess waren alle GdGs aufgefordert, eine Art Rote Liste zu erarbeiten. Im Schnitt haben laut Bistum alle GdGs 45 Gebäude. Die Kosten dafür werden mit jährlich 18 Millionen Euro beziffert.

„Im Fall der GdG Süd sind es 36 Gebäude“, sagt Frank-Michael Mertens, seit vier Jahren Pfarrer in Maria Frieden und Leiter der GdG Süd, „für die Jahr für Jahr eine Summe von rund 450 000 Euro in die Reparaturrücklage fließen müssen.“ Auch von den Verantwortlichen seiner GdG hatte das Bistum eine Prioritätenliste verlangt. „Bei ihr war die Gebäudelandschaft unserer Gemeinden daraufhin abzuklopfen, welche Gebäude – unter Berücksichtigung des Kosten- und Instandhaltungsaufwands – welche Bedeutung haben“, so Mertens.

Seit vorvergangenem Jahr hat deshalb eine Projektgruppe aus Vertretern der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte – mittlerweile Pfarrräte genannt – der zehn Gemeinden im Krefelder Süden die wirtschaftlichen und pastoralen Bedingungen aller Gebäude auf den Prüfstand gestellt. Mertens: „Und Perspektiven für einen zukünftigen Umgang mit diesen Gebäuden entwickelt.“

Für alle genannten Objekte müssten nun, so Pfarrer Mertens, „gemeinsam mit den pastoral Verantwortlichen zukunftsweisende, tragfähige und finanzierbare Modelle entwickelt werden“. Denn der Eigenanteil für Reparaturen liegt nun ganz bei den Pfarrgemeinden.

Mertens lädt auch alle Menschen in den Gemeinden ein, „alle, die hierzu einen Beitrag leisten können, ihre Ideen und Vorschläge und gerne auch finanzielle Zuwendungen den Verantwortlichen aus Kirchenvorstand und Pfarreirat zugänglich zu machen“.

Nachdem die drei Pfarreiräten von Maria Frieden, St. Augustinus und St. Michael zu den Prüfergebnissen ihr Votum an den jeweiligen Kirchenvorstand weitergegeben und die Kirchenvorstände wiederum abgestimmt hatten, ist das Konzept nun vom Bistum genehmigt worden.

Keine Mittel für Pfarrhäuser und Altentagesstätte

In der Pfarrgemeinde St. Augustinus soll neben der Kirche St. Karl Borromäus kein weiteres der insgesamt acht pastoral genutzten Gebäude aus der Bezuschussung durch das Bistum Aachen herausgenommen werden. Dass man sich entschieden habe, das Gotteshaus an der Fungendonk auf die Rotes Liste zu setzen, liege daran, so Mertens, dass es sich um das jüngste Gebäude der Pfarrei handele. Es habe „eine gute Bausubstanz“ und könne und derzeit „gut auf eigenen vorhandenen wirtschaftlichen Mitteln stehen“.

In der der Pfarrgemeinde Maria Frieden mit insgesamt 22 pastoral genutzten Gebäuden werden außer der Kirche St. Johann Baptist am Johannesplatz auch noch das sogenannte alte Marienheim beziehungsweise heutige Pfarrheim von St. Johann Baptist und die ehemalige Altentagesstätte Ispelsstrasse (jetzt Hochschulzentrum Lakum) in der Gemeinde St. Martin.

Und in der Pfarrgemeinde St. Michael werden von den dort sechs pastoral genutzten Gebäuden zwei nicht mehr vom Bistum bezuschusst werden: Das sind die beiden Pfarrhäuser der Gemeinden St. Michael und Maria-Waldrast.

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