Bürgerverein will mehr Jüngere anlocken und neue Treffpunkte etablieren.

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Bernd Albrecht

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Krefeld. Einen Wunsch für die Zukunft „seines“ Südbezirks trägt Bernd Albrecht schon lange im Herzen und er bleibt auch für 2015 bestehen: „Ich wünsche mir, dass der Süden Krefelds endlich als gleichwertiger Stadtbezirk anerkannt wird, denn er ist besser als sein Ruf. Die hier lebenden Bürger sind liebenswert, aufmerksam und manchmal auch kritisch.“

Es sollten mehr junge Menschen und Familien den Süd-Bezirk entdecken, findet er. Das müsste mit Hilfe der Hochschule Niederrhein eigentlich gelingen, erklärt er. „Dafür brauchen wir aber auch mehr Einrichtungen, in denen ein Treffen beim Bierchen möglich ist.“ Junge Leute mit neuen Ideen würden das Leben im Bezirk aufwerten. „Vielleicht gelingt es im neuen Wohngebiet Lehmheide“, sagt der Vorsitzende des Bürgervereins (BV) Süd-West hoffnungsvoll.

Wohl nirgendwo gebe es so viele verschiedene Kulturen wie im Süd-Bezirk. „Wir leben im Allgemeinen alle friedlich nebeneinander.“ Doch: „Um gut miteinander auskommen zu können, gilt es sowohl Verständnis für die Kultur und Lebensweise der Einwanderer und Flüchtlinge, als auch für unsere Lebensweise zu haben.“ Es reiche nicht, wenn gesagt werde, die Eingewanderten müssten erst mal lernen, wie wir hier leben. „Auch uns fehlt das Wissen über ihre Lebensweise. Aber wer lehrt uns und wer lehrt sie das? Hier ist Hilfe der Kommune angesagt.“

Albrecht: „Das Recht auf Asyl ist ein Grundrecht unseres Grundgesetzes und auch in der Erklärung der Menschenrechtskonvention verankert. Deshalb sind wir auch verpflichtet, zu helfen. Wir möchten aber auch, dass die Unterbringung dezentral in der gesamten Stadt verteilt ist, denn manchmal haben wir den Eindruck, dass zuerst in den Südbezirk geguckt wird.“

„Die hier lebenden Bürger sind liebenswert, aufmerksam und manchmal auch kritisch.“

                                          Bernd Albrecht, Bürgerverein Süd-West

Und noch ein Wunsch für 2015: „Das Mehrgenerationenhaus - Haus der Familie - leistet vorbildliche Arbeit. Es bietet beispielsweise Hilfestellung für Qualifizierungen, gibt Anleitung für pflegende Angehörige und arbeitet im hauswirtschaftlichen Bereich insbesondere für Migrantinnen.“ Dafür werde das Haus vom Bundes- und Familienministerium gefördert, wenn sich die Stadt auch beteiligt. Das sei zurzeit wegen der Haushaltslage wohl nicht gewährleistet. „Beteiligt sich die Stadt nicht, verzichtet sie auch auf eine finanzielle Zuwendung.“ Diese Beteiligung sei aber gerade im Süd-Bezirk sehr dringend. Deshalb sollten sich die Politiker aus Stadt und Land dafür einsetzen, dass „diese hervorragende Arbeit des Hauses weitergehen kann, denn sie trägt dazu bei, den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken“.

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