Grünanlagen sollen in diesem Jahr aus dem Dornröschenschlaf aufgeweckt werden.

West
Der Stadtgarten ist eine der grünen Lungen Krefelds. Der Bezirk West will ihn nun aus dem Dornröschenschlaf holen. Archiv

Der Stadtgarten ist eine der grünen Lungen Krefelds. Der Bezirk West will ihn nun aus dem Dornröschenschlaf holen. Archiv

Andreas Bischof

Der Stadtgarten ist eine der grünen Lungen Krefelds. Der Bezirk West will ihn nun aus dem Dornröschenschlaf holen. Archiv

Krefeld. Nach genau zwanzig Jahren ist Klaus-Dieter Menzer (SPD) im Vorjahr wieder dort angelangt, wo er von 1994 bis 1999 schon mal für eine Legislaturperiode stand: Im Amt des Bezirksvorstehers im Westen. Der SPD-Politiker löste damit zum zweiten Mal Hans-Josef Ruhland (CDU) ab, den mit insgesamt 34 Amtsjahren erfahrensten Chef der Bezirksvertretungen der Stadt. Menzer, der am Hager Weg mit seiner Familie lebt, hat sich für seine zweite Amtszeit kurz- und mittelfristig einiges vorgenommen.

Für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung (BZV) am 27. Januar im Schulzentrum Horkesgath steht ein drängendes Problem an: Es wird einen Sachstandsbericht der Verwaltung zum Flüchtlingsproblem geben. Dort geht es um deren Unterbringung und Betreuung im Westbezirk. Dazu, so kündigt Menzer an, wird es auch zwei Veranstaltungen geben: Eine Infoveranstaltung vom Bürgerverein Nord-West und eine Veranstaltung, um Helfer zu finden, organisiert von der SPD-Fraktion West.

Der denkmalgeschützte Stadtgarten soll dieses Jahr grundlegend renoviert werden. In der nächsten BZV-Sitzung soll erneut über den Lindenbaum diskutiert werden, der nach den Plänen der Landschaftsarchitektin Ina Bimberg der Hauptzugangsachse im Weg steht. Eine Mehrheit der BZV steht einer vorgesehenen Fällung ablehnend gegenüber. Rund 1,1 Millionen Euro an Kosten sind dafür veranschlagt. Zuschüsse sollen aus dem Bund-Länderprogramm Stadtumbau West fließen. Bleibt die BZV bei ihrer Haltung, könnte die Linde zum „teuersten Baum“ Krefelds werden.

Menzer unterstreicht: „Wir wollen nicht beim Stadtgarten stehen bleiben. Den Kaiser-Wilhelm-Park haben wir im letzten Jahr schon begonnen, aus seinem Dauerschlaf wachzurütteln. Für kommenden Mai ist ein weiteres Fest geplant.“ Er habe Gespräche initiiert zwischen Schulen, Rasensport und Spielern, um mit „Ultimate Frisbee“eine neue Sportart im Kaiser-Wilhelm-Park zu etablieren. Eine Sportart, die seit den 80er-Jahren den Deutschen Meister ausspielt. Der VfR Rasensport sei bereit, Trainingszeiten zur Verfügung zu stellen, erzählt Menzer weiter.

Umstrittene Gingko-Bäume sollen bleiben

Von seinem Parteifreund und Ratsmitglied Rolf Horster wird es eine Initiative zum Umgang mit den Gingko-Bäumen auf der Prinz-Ferdinand-Straße und Baackeshof geben. Bekanntlich verbreiten die Früchte des weiblichen Baumes einen übelriechenden Gestank und greifen den Lack der parkenden Autos an. Klaus-Dieter Menzer betont: „Es sollen keineswegs die Bäume weg, sondern es geht dabei um die Klärung der Zuständigkeit für die Fruchtbeseitigung und Überlegungen zur Fruchtverwertung.“

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