Samstags wirbeln bis zu sechs Köche durch die Küche an der Tannenstraße. Da wird das Essen schon mal etwas würziger.

Sonja Steinbach (vorne) kocht samstags im Emmaus-Tagestreff „Die Brücke“ für Bedürftige.
Sonja Steinbach (vorne) kocht samstags im Emmaus-Tagestreff „Die Brücke“ für Bedürftige.

Sonja Steinbach (vorne) kocht samstags im Emmaus-Tagestreff „Die Brücke“ für Bedürftige.

Andreas Bischof

Sonja Steinbach (vorne) kocht samstags im Emmaus-Tagestreff „Die Brücke“ für Bedürftige.

Krefeld. Seit mittlerweile elf Jahren existiert nun schon der Emmaus-Tagestreff „Die Brücke“ auf der Tannenstraße 69. Rund 30 Gäste kommen hierher, um eine warme Mahlzeit zu erhalten, einen Kaffee zu trinken oder einfach nur zu klönen. Seit etwa zwei Monaten kommen an den Samstagen auch regelmäßig fünf bis sechs Roma, um für die Gäste zu kochen. „Dann wird es schon mal etwas pikanter als sonst“, schmunzelt Stammgast Hilde Demmer und zwinkert dabei mit den Augen.

„Dann wird es schon mal pikanter als sonst.“

Hilde Demmer, Stammgast

Dann könne auch zwischendurch mal eine ungarische Puzstasuppe dabei sein, erzählt die 73-Jährige weiter. Hilde Demmer kommt seit 2003 regelmäßig her, um die Kontakte zu pflegen.

Im Tagestreff „Die Brücke“ arbeiten zu den Öffnungszeiten normalerweise ein Ehrenamtler und eine Zusatzkraft von Emmaus. Sie kochen und geben Kaffee aus. „Heute haben wir acht Pfund Nudeln, zwei Pfund Gehacktes und acht Büchsen Suppe auf dem Herd gehabt“, sagt Willi Rektor. Bis zu seiner Pensionierung hat er als Industrie-Mechaniker gearbeitet. Jetzt steht der 74-Jährige zweimal wöchentlich im Tagestreff und kümmert sich um Menschen.

Im Tagestreff können die Menschen auch ihre Wäsche waschen

Zweimal in der Woche wird der Emmaus-Tagestreff von „Essen auf Rädern“ beliefert. Im Tagestreff können sich die Menschen waschen. Es steht nun auch wieder eine Waschmaschine dort, damit dreckige Kleidung bei Bedarf gewaschen werden kann. „Wir suchen nur noch jemand, der sie anschließen kann“, erzählt Rektor. Wenn die Roma samstags da sind, gehe es mitunter hoch her. Denn, wenn sich gleich fünf oder sechs Menschen in der überschaubaren Küche tummelten, sei immer was los, erzählt Hilde Demmer.

Der Garten kann von Tagestreff-Besuchern und Menschen aus dem Viertel gemeinsam gestaltet und genutzt werden. Das sei sozusagen das Projekt „Kleinod“ für das Samtweberviertel, berichtet Emmaus-Geschäftsführerin Elli Kreul, die regelmäßig Kontakte zur gleich nebenan beheimateten Montag-Stiftung aus Bonn hat. Aber am Samstag kann man vor allem in netter Gesellschaft gut essen.

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