Kempener Feld
Zweimal sind Diebe allein im Februar in das Lokal des Vereinsheims eingebrochen. Archiv

Zweimal sind Diebe allein im Februar in das Lokal des Vereinsheims eingebrochen. Archiv

Dirk Jochmann

Zweimal sind Diebe allein im Februar in das Lokal des Vereinsheims eingebrochen. Archiv

Krefeld. Jeden Tag aufs Neue hat der Vorstand vom Verein Rasensport Krefeld (VfR) Angst neue Spuren der Verwüstung zu entdecken: Türen werden aufgebrochen, Kabel zerschnitten, es wird geklaut und randaliert. Trotz Securitystreife und Überwachungskameras gibt es keine Tür, die in den Gebäuden des Klubheims noch nicht gewaltsam aufgebrochen wurde. Lothar Szymczak ist am Ende: „Noch ein Einbruch, der uns Geld kostet, ist einfach nicht mehr tragbar“, sagt der Vorsitzende des VfR Krefeld.

Der Vandalismus kostete in zwei Jahren 70 000 Euro

Dabei sah vor drei Monaten noch alles vielversprechend aus: Der Verein wurde komplett neu strukturiert, das Heim renoviert (WZ berichtete). Der Plan war es, einen Hausmeister gegen die Einbrüche auf dem Gelände einziehen zu lassen, denn der Vandalismus brachte dem Verein in den letzten zwei Jahren über 70 000 Euro Schaden. „Das Problem ist, dass die Stadt eine Hausmeisterwohnung nicht erlaubt, da sie darin keine Notwendigkeit sieht“, erzählt Szymczak empört. Die Stadtverwaltung allerdings hat angeraten, den Bauwunsch für die Hausmeisterwohnung „zusätzlich durch die Vorlage einer Bauvoranfrage abzuklären“. Diese, so das Presseamt der Stadt, liege allerdings noch nicht vor. Es gebe lediglich eine mündliche Anfrage.

Stadt: Ratenzahlungen sind mit dem Vorstand abgesprochen

Szymczak erzählt darüber hinaus, dass der Verein, bevor er ihn übernommen hat, jährlich 24 000 Euro in einem Betrag vom Sport- und Bäderamt bekommen hat: „Jetzt will es das Geld aber in vier Raten aufteilen“, fügt der Vorsitzende hinzu. Durch die Ratenzahlungen würden die Finanzlöcher nur langsam gestopft. Dazu die Stadt Krefeld: „Die in der Vergangenheit für den Verein Rasensport ausnahmsweise gewährte Auszahlung in einer Summe wurde – nach Rücksprache und Abstimmung mit dem Vereinsvorstand im Januar dieses Jahres – nunmehr auf die übliche quartalsweise Zahlung umgestellt.“ Dennoch klagt der Vorsitzende: „Ich habe das Gefühl, dass man es uns bewusst schwer macht“, sagt er: „Uns läuft die Zeit davon. Für den Traditionsverein mit über 300 Mitgliedern hat die Hausmeisterwohnung oberste Priorität. Der Kampf gegen den Vandalismus und gegen die Behörden raubt dem Vorstand alle Kräfte. Szymczak versuchte das Thema beim Oberbürgermeister anzusprechen – ohne Erfolg, wie er sagt.

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