In seiner letzten Messe in St. Thomas Morus erklärt der Geistliche noch einmal seine Sicht der Dinge. Aufhören wird der Priester nicht.

Pfarrer Günter Zorn hat am Freitag in St. Thomas Morus seine letzte Messe in dieser Gemeinde gehalten.
Pfarrer Günter Zorn hat am Freitag in St. Thomas Morus seine letzte Messe in dieser Gemeinde gehalten.

Pfarrer Günter Zorn hat am Freitag in St. Thomas Morus seine letzte Messe in dieser Gemeinde gehalten.

privat

Pfarrer Günter Zorn hat am Freitag in St. Thomas Morus seine letzte Messe in dieser Gemeinde gehalten.

Krefeld. Pfarrer Günter Zorn hat am Freitag in der Gemeinde St. Thomas Morus seine letzte Messe gehalten. Der Bischof hatte den Geistlichen im Sommer von seinem Amt entpflichtet. Lange anhaltender Applaus begleitete Zorn im Anschluss an seine Predigt und am Ende des Gottesdienstes.

Viele Gemeindemitglieder hatten in Briefen und im Internet ihr Entsetzen über das Vorgehen des Bischofs geäußert. In seinem Vortrag erklärte der Geistliche noch einmal seine Sicht der Dinge. Ihm sei klar gewesen, seine Gemeinde, die 36 Jahr lang seine Heimat gewesen sei, eines Tages verlassen zu müssen. „Aber es ist bitter, nach 48 Jahren priesterlichen Dienstes sang- und klanglos ausgemustert und vom Hof gejagt zu werden.“

„700 Unterschriften liegen dem Bischof vor, die gegen die unwürdige Art, wie man mit einem Priester umgeht, protestiert haben.“

Günter Zorn

Er spricht von einer „Comedy-Show“, als Generalvikar Frick mit einem Mitarbeiter im Juli mit strahlendem Lächeln vor der Tür gestanden hätten. „Er bestellte mir einen schönen Gruß vom Bischof und hatte mir einen Brief von ihm mitgebracht, ohne vorheriges Gespräch und ohne Begründung.“ Zorn solle sich auf den neuen Lebensabschnitt freuen, eine Diskussion sei nicht vorgesehen.

„700 Unterschriften liegen dem Bischof vor, die gegen die ,unwürdige Art, wie man mit einem Priester umgeht‘, protestiert haben“, sagte Zorn. Er dankte den Schreibern in der Predigt und erklärte: „Als Begründung wurde dann ja angeführt, dass mit mir das Zusammenwachsen der Pfarrer Hl. Dreifaltigkeit nicht möglich sei.“ Was der Gemeinderat mehr als deutlich widerlegt habe, findet Zorn.

„Offensichtlich war es dem Pastoralteam ein Dorn im Auge, dass es eine Gemeinde gibt, die lebendig und funktionsfähig ist; die musste bekämpft und gleichgeschaltet werden“, sagte Zorn. Stefan Wieland, Pressesprecher des Bistums, hatte zu den Gründen der Zwangsversetzung in den Ruhestand gesagt: „Er hat die Zusagen in die Fusion der Gemeinden nicht eingehalten.“

Pfarrer Paul Jansen, Leiter der GdG Krefeld-Nordwest, bestehend aus den Pfarreien Heiligste Dreifaltigkeit (mit den Gemeinden St. Anna, St. Elisabeth von Thüringen, St. Thomas Morus) und St. Cyriakus, erklärte dazu im vergangenen Sommer: „Ich kann die Bistumsentscheidung durchaus nachvollziehen.

Es war ein langer Prozess.“ Er betonte, dass Generalvikar Andreas Frick persönlich mit Pfarrer Zorn über die Entscheidung gesprochen habe. „Günter Zorn ist ein guter Seelsorger und sehr beliebt. Aber es gab eine Reihe von Nickeligkeiten.“

Aufhören wird Zorn nicht. Er wird priesterliche Dienste künftig in der Pfarrei Johannes XIII mit Schwerpunkt St. Dionysius verrichten.

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