Gaspipeline im Düsseldorfer Grenzgebiet
Gaspipeline im Düsseldorfer Grenzgebiet

Gaspipeline im Düsseldorfer Grenzgebiet

Archiv:Thome, D. (dth)

Gaspipeline im Düsseldorfer Grenzgebiet

Krefeld. Die Unterlagen zur geplanten Gaspipeline durch den Kreis Viersen liegen ab Montag, 9. Mai, öffentlich aus. Das teilte der Konzern Open Grid Europe (OGE) Mittwoch mit. Im Rahmen des Projektes „Zeelink“ plant OGE eine Gaspipeline, die zwischen der belgisch-deutschen Grenze in Lichtenbusch und Legden im Münsterland verlegt werden soll. Ein Trassenabschnitt wird durch Willich, Tönisvorst und St. Hubert führen – so zumindest der Wunsch des Konzerns.

Aus der Pressemitteilung des Unternehmens von Mittwoch wird deutlich, dass St. Hubert in diesem Millionenprojekt so etwas wie die Mitte ist. Nach Angaben von OGE gliedert sich Zeelink in zwei Abschnitte: Der erste reicht von Lichtenbusch bis St. Hubert, der zweite vom Kendeldorf bis nach Legden im Münsterland.

Der genaue Verlauf der Pipeline soll erst in den Verfahren innerhalb der nächsten Monate festgelegt werden.

In einer Variante wird das Gas am Forstwald vorbeigeführt

Der favorisierte Entwurf sieht nach Angaben des Unternehmens eine Verlegung der Pipeline zwischen Willich und Schiefbahn in Richtung Niederheide vor.

Anschließend könnten die Rohre entlang Münchheide und Forstwald verlaufen, ehe es zwischen Vorst und dem St. Töniser Gewerbegebiet Tempelshof nach St. Hubert geht. In den weiteren Varianten sind unter anderem eine Verlegung westlich von Anrath und Vorst oder östlich von Willich und später zwischen St. Tönis und Krefeld vorgeschlagen.

Die nun vorliegenden Unterlagen beziehen sich auf das sogenannte Raumordnungsverfahren. Dieses ist bei gleichzeitiger Prüfung der Umweltverträglichkeit gesetzlich erforderlich. Während dieses Verfahrens haben beteiligte Behörden, Verbände, Organisationen, Städte, Gemeinden sowie die Öffentlichkeit die Möglichkeit, Bedenken zum Vorhaben der Erdgasfernleitung zu äußern.

OGE möchte Ende 2018 mit dem Bau der Leitung beginnen. Die Inbetriebnahme der gesamtem Zeelink-Leitung ist für März 2021 vorgesehen. Einzusehen sind die Planungsunterlagen bis 1. Juli unter anderem bei der Bezirksregierung Düsseldorf, beim Kreis Viersen sowie bei den Städten Krefeld und Mönchengladbach.

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