Reinhard Niemczyk hat fast eine halbe Stunde gewartet.

Reinhard Niemczyk hat geschlagene 28 Minuten vor der Bahnschranke an der Forstwaldstraße gewartet.
Reinhard Niemczyk hat geschlagene 28 Minuten vor der Bahnschranke an der Forstwaldstraße gewartet.

Reinhard Niemczyk hat geschlagene 28 Minuten vor der Bahnschranke an der Forstwaldstraße gewartet.

Andreas Bischof

Reinhard Niemczyk hat geschlagene 28 Minuten vor der Bahnschranke an der Forstwaldstraße gewartet.

Krefeld. „In zehn Minuten bin ich da.“ Das hatte Reinhard Niemczyk seiner Frau versprochen, bevor er sich ins Auto setzte. Seine Ehefrau war wegen einer Bronchitis beim Arzt gewesen, Niemczyk sollte sie abholen. Doch aus den zehn Minuten, wurden 15, dann 20, 25. . . Während Niemczyks Frau vor der Praxis des Arztes in der Krefelder Innenstadt wartete, wartete Niemczyk vor der Bahnschranke an der Forstwaldstraße, und zwar geschlagene 28 Minuten. „Irgendwann kam dann ein Zug aus Richtung Krefeld. Der fuhr sehr langsam an die Schranke heran, aber passiert ist immer noch nichts“, berichtet Niemczyk. Seiner Meinung nach ist die streikende Schranke kein Einzelfall: „Seit die Bahn auf Super-High-Tech umgestellt hat, gibt es an den Bahnübergängen häufig Störungen“, ist sein Eindruck. „Ich habe das schon drei oder vier Mal erlebt.“

Riskante Fehlfunktion: Viele Wartende verlieren die Geduld

Er ist froh, dass der Bahnübergang zu einem Zeitpunkt unpassierbar war, als die Grundschüler noch im Unterricht saßen. „Obwohl die ja vernünftiger sind als mancher Erwachsene. Die verlieren in der Regel rascher die Geduld.“ Er habe erlebt, dass ein Fahrradfahrer die Gleise trotz des rot leuchtenden Signals überquert habe, Autofahrer auf der Straße wendeten. „In solchen Situationen habe ich immer Sorge, dass jemand den Kopf verliert“, sagt Niemczyk.

Die Deutsche Bahn räumt ein, dass an Bahnübergängen technische Fehler auftreten können – auffällig viele Störungen habe es an der Forstwaldstraße bisher aber nicht gegeben. Wenn ein Fehler auftrete, fahre in der Regel ein Wartungsteam zur Anlage raus, um diese zu „entstören“. Die Sprecherin warnt eindringlich davor, die Gleise zu überqueren, wenn diese nicht freigegeben worden sind. „In einem solchen Fall ist es sinnvoll, die Polizei zu benachrichtigen. Sie informiert uns und regelt in der Zwischenzeit den Verkehr.“

Lösen ließe sich das Problem mit den streikenden Schranken Niemczyks Meinung nach nur durch Unter- oder Überführungen. „Aber ich mache mir keine Illusionen, dass das umsetzbar ist“, sagt er.

 

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