Die Stadt hat auf das große Schneechaos von Januar reagiert und sucht externe Unterstützung.

wza_500x333_564240.jpg
Der Schnee hatte im Januar dieses Jahres die Kempener Allee fest in seiner Hand. Ludwig Schiffmann, Vorsitzender des Bürgervereins Kempener Feld, hat die Szenerie in Bildern festgehalten.

Der Schnee hatte im Januar dieses Jahres die Kempener Allee fest in seiner Hand. Ludwig Schiffmann, Vorsitzender des Bürgervereins Kempener Feld, hat die Szenerie in Bildern festgehalten.

Der Schnee hatte im Januar dieses Jahres die Kempener Allee fest in seiner Hand. Ludwig Schiffmann, Vorsitzender des Bürgervereins Kempener Feld, hat die Szenerie in Bildern festgehalten.

Krefeld. Bis zum ersten Schneefall wird es voraussichtlich noch einige Zeit dauern, dennoch laufen derzeit bei der Stadt Krefeld, der Politik und der Gesellschaft für Straßenreinigung und Abfallwirtschaft (GSAK) intensive Vorbereitungen. Der Grund: Die teilweise katastrophalen Verhältnisse von Januar sollen sich nicht wiederholen.

Vor allem der Bürgerverein Kempener Feld hatte das Thema Winterdienst mehrfach aufs Tapet gebracht. "Die Antworten waren häufig sehr pauschal und nichtssagend. Wir hatten das Gefühl, dass in den vergangenen Jahren bei starkem Schneefall besser reagiert wurde und diesmal ohne Konzept gearbeitet wurde", sagt Ludwig Schiffmann, Vorsitzender des Bürgervereins. Selbst fünf Tage nach dem großen Schnee am 6. Januar seien Fußgängerüberwege und Bushaltestellen nicht befreit gewesen.

Die FDP-Fraktion ist mit den Antworten im Rat unzufrieden

Die FDP hatte die Fragen des Bürgervereins in einem Antrag an den Rat aufgegriffen. Mit den schriftlichen Antworten der Stadt ist Fraktionschef Joachim C. Heitmann nur bedingt zufrieden. Heitmann kritisiert beispielsweise, dass in dem Vertrag zwischen Stadt und GSAK ein detailliertes Leistungsverzeichnis fehlt. "Es fehlen verbindliche Standards. Wenn Fehler passieren, ist niemand dingfest zu machen", kritisiert der Ratsherr. Was die Streupflichten von Bürgern auf Gehwegen und Bushaltestellen ohne Wartehäuschen angeht, meint Heitmann: "Das ist den Leuten zu wenig bekannt. Vor allem die Haftung bei Stürzen muss besser bekannt gemacht werden."

Der Liberale fordert eine generelle Übernahme der Schneereinigung an Bushaltestellen durch die GSAK, auch um die Randzweiten (vor 8Uhr und nach 20 Uhr) abzudecken. Heitmann: "Das Thema muss jetzt besprochen werde, nicht erst im nächsten Umweltausschuss, der voraussichtlich erst im Dezember sein wird".

Die Stadt möchte Firmen zur Unterstützung engagieren

Erste Ergebnisse der Gespräche zwischen Stadt und GSAK kann Dezernent Thomas Visser verkünden. "Wir werden fünf kleinere Reinigungsfahrzeuge mit Räumschildern ausstatten, um flexibler reinigen zu können." Außerdem werden derzeit Angebote von privaten Unternehmen eingeholt, die einen Winterdienst anbieten. "Wir wollen mit diesen Firmen, die aus der Nähe kommen sollten, Leistungsverträge abschließen, damit sie die GSAK bei starken Schneefällen sehr kurzfristig unterstützen."

Geplant ist zudem eine umfangreiche Bürgerinformation über die Pflichten bei der Schneereinigung. "Wir werden dazu Anfang November über die Presse informieren", kündigt Ulrich Gilleßen, Geschäftsführer der GSAK, an. Mehr wollte er gegenüber der WZ vor diesem Termin nicht sagen. "Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen", erklärt er.

Dafür äußert sich Dezernent Thomas Visser. "Es kann beispielsweise nicht sein, dass sich Anwohner von der Pflicht der Reinigung von Straßen befreien lassen, nach einem Schneefall aber nach der Stadt rufen."

Dazu sagt FDP-Fraktionsvorsitzender Heitmann: "Die größten Probleme gab es nicht in Anliegerstraßen, sondern in Bereichen, in denen die Stadt die Reinigungspflicht hat."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer