In der Sporthalle an der Horkesgath wird Inline-Kunstlauf trainiert. Die Scating Bears wollen die Sportart populärer machen.

wza_1280x832_471764.jpeg
Die erfolgreichen Inline-Kunstläuferinnen nach dem Kürpokal in Herten.

Die erfolgreichen Inline-Kunstläuferinnen nach dem Kürpokal in Herten.

Die erfolgreichen Inline-Kunstläuferinnen nach dem Kürpokal in Herten.

Krefeld. Sie drehen Pirouetten, springen den Rittberger oder stehen den Flieger: Die Inline-Kunstläuferinnen der Krefelder Scating Cats. Als einer der ersten Vereine Deutschlands praktiziert der Unterverein der Skating Bears (1.Crefelder Skaterhockeyclub) die neue Sportart, die im vergangenen Jahr aus den USA "herübergeschwappt" ist. "Amerika ist in dem Bereich schon weiter fortgeschritten", sagt die Trainerin der Scating Cats, Janine Osterloh.

Die ehemalige Eiskunstläuferin ist beim Surfen im Internet auf Videos der neuen Sportart gestoßen und hat sie gleich in Krefeld getestet. "Die Kinder, die das Inline-Kunstlaufen ausprobiert haben, waren begeistert. Dadurch ist dann der Verein entstanden."

Zwölf Mitglieder haben die Scating Cats derzeit. Sie sind zwischen fünf und 24 Jahre alt und trainieren bis zu drei Mal pro Woche. Die sechsjährige Marie Stürmer ist eine von ihnen. "Wie die meisten kleinen Mädchen ist Marie von den schicken Kostümchen und Frisuren fasziniert", erzählt ihre Mutter Anja Stürmer. Ihre Tochter ist über die Laufschule der Scating Cats zum Kunstlaufen gekommen.

Hier lernen Kinder ab dem Vorschulalter fast spielerisch die Grundlaufarten und Techniken sowie kleine Figuren auf Inlineskates. Außerdem wird das Bremsen und das richtige Fallen geübt. Während der Kunstlauf bisher nur bei Krefelder Mädchen Anklang gefunden hat, rollen in der Laufschule auch viele Jungs um die Wette. "Wir kooperieren eng mit den Skating Bears, und die meisten Jungen gehen nach der Laufschule lieber zu ihnen und zum Rollhockey", sagt Stürmer.

Während in der Laufschule noch mit Inlineskates gelaufen werden kann, sind für den Kunstlauf spezielle Schuhe nötig. Sie haben nur drei Rollen und verfügen vorne über einen Stopper. Mit diesen Skates trainieren die Läuferinnen Konzentration, Merkfähigkeit und Ausdauer. Außerdem werden die Motorik, das Gleichgewicht und eine harmonische Körperkoordination geschult.

Beim 20. Kürpokal in Herten haben die Inline-Kunstläuferinnen des 1. Crefelder SC erfolgreich abgeschnitten. In der Kategorie Freiläufer hat Johanna Renkes den 1. Platz belegt. In der Kategorie Anfänger Inline-Kunstlauf belegten die Plätze 1 bis 3 Anneke Petry, Anna-Lena Möwius und Leonie Grunwald. In der Kategorie Kunstläufer Inline belegten die Plätze 1 bis 3 Geraldine Steimel, Patricia Reinelt und Olga Lisiza.

Zudem gab es eine Prüfung Erstlinge Elemente, in der die Plätze 1 bis 4 Marnie Baumeister, Marie Stürmer, Lucy Siebenhüner und Isabelle Küstermann belegten.

Das viele Training zahlt sich durch Erfolge bei Wettkämpfen aus. Erst vor kurzem starteten die Mädchen beim 20. Kürpokal in Herten. Sonst nahmen dort allerdings nur Rollschuhläuferinnen teil, deren Leistungen sich nicht direkt mit denen der Inlineläuferinnen vergleichen lassen. "Die Rollschuhläufer müssen zum Beispiel nach Sprüngen auf den ganzen Rollen landen. Das ist beim Inline-Kunstlauf anders. Wir sind viel näher am Eiskunstlauf", sagt Trainerin Osterloh.

Nicht nur Rivalinnen, sondern auch weitere Mitläuferinnen wünscht sich der Verein. Außerdem werden dringend Sponsoren gesucht: "Wir möchten Kunstlaufinliner anschaffen. Denn da sie bislang fast nur in Amerika hergestellt werden, sind sie sehr teuer, und nicht jedes Vereinsmitglied kann sich eine eigene Ausrüstung leisten", sagt Anja Stürmer, die sich neben ihrer mütterlichen Betreuungsrolle auch noch um Presse und Sponsoring bemüht.

Spenden ermöglichen den Skating Cats, sich noch weiter zu entfalten und Inline-Kunstlauf nun auch in Deutschland zu einer bekannten und beliebten Sportart zu machen. Kontakt: Ruf 756148 oder 751633.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer