Horst Giesen hat nicht nur den Ball des Sports und die „Krefeld Open“ aus der Taufe gehoben. Er kämpft auch für den Tierschutz.

Im vergangenen Jahr ist Horst Giesen 60 Jahre alt geworden. Ehrenamtlich engagiert er sich für weit mehr als nur den Tennissport.
Im vergangenen Jahr ist Horst Giesen 60 Jahre alt geworden. Ehrenamtlich engagiert er sich für weit mehr als nur den Tennissport.

Im vergangenen Jahr ist Horst Giesen 60 Jahre alt geworden. Ehrenamtlich engagiert er sich für weit mehr als nur den Tennissport.

Dirk Jochmann

Im vergangenen Jahr ist Horst Giesen 60 Jahre alt geworden. Ehrenamtlich engagiert er sich für weit mehr als nur den Tennissport.

Krefeld. Wird Horst Giesen auf den Faktor "Zeit" angesprochen, wirkt der 60-Jährige nachdenklich. Zeit ist etwas, was dem umtriebigen Multi-Funktionär völlig fehlt. Für ihn könnte der Tag 36 Stunden haben und wäre immer noch zu kurz. Da sich viele seiner zahlreichen Termine überlappen, gerät sein Zeitmanagement nicht selten aus den Fugen. Trotz seiner vielfältigen Aktivitäten bemüht sich der hauptberufliche Studiendirektor, der auf der Hammerschmidtstraße im Westbezirk wohnt, aber alles unter einen Hut zu bringen.

Nur halt die Freizeit, die kommt manchmal zu kurz, denn häufig sitzt der Hobby-Taucher bis 24 Uhr am heimischen Computer und beantwortet noch E-Mails. "Das macht aber nichts. Was ich an Aktivitäten mache, tue ich gerne. So lange ich noch Städtetouren oder Kurzreisen mit meiner lieben Frau Monika unternehmen kann, bin ich glücklich", sagt Giesen.

Die "Krefeld Open" gäbe es ohne Horst Giesen in Krefeld nicht

Es gibt wohl kaum einen Krefelder Sportfunktionär, der mehr Ämter verwaltet als Horst Giesen. Seit 20Jahren führt Giesen den Crefelder Tennis Club an der Kempener Allee als Vorsitzender. In dieser Zeit hat er es geschafft, einen kleinen unscheinbaren Tennisverein Stück für Stück in das öffentliche Rampenlicht zu setzen.

Sein Name wird wohl für immer mit den "Krefeld Open", dem DTB-Senior-Masterturnier verbunden sein. Jährlich im Sommer kommt Deutschlands Tennis-Elite der verschiedenen Altersklassen zwischen 40 und 70 Jahren in die Seidenstadt und hofft auf wertvolle Ranglistenpunkte. Da stets nach dem Krefelder Turnier die Deutschen Meisterschaften in Bad Neuenahr anstehen, wird das CTC-Spektakel auch das "Queens-Turnier" in Deutschland genannt.

Damit aber nicht genug: Seit 13 Jahren ist Horst Giesen Vorsitzender des Tenniskreises Krefeld, dem neben den Krefelder Klubs die Vereine aus den Nachbarstädten Meerbuch und Tönisvorst angehören. Als Kreis-Boss gehört Giesen damit automatisch dem Vorstand des Tennis Bezirk I Linker Niederrhein an. Außerdem ist er Fachschaftsleiter für den Bereich Tennis im Stadtsportbund Krefeld gehört dem Sportausschuss der Stadt Krefeld als sachkundiger Bürger für die CDU an.

Geboren am 21. April 1948, verheiratet, zwei Kinder. Seit 32 Jahren ist er alsStudiendirektor am Berufskolleg Kaufmannsschule in Krefeld tätig. Ehrenamtlich ist er Vorsitzender des Tenniskreises Krefeld und Vorsitzender des Crefelder TC.

Außerhalb des Tennissports ist er Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Wiederbelebung e.V. Die AG kämpft gegen den plötzlichen Herztod, die häufigste Todesursache in Deutschland. Vor sieben Jahren hat Giesen bei vielen Tennisvereinen die Anschaffung eines Defibrillationsgerätes auf den Weg gebracht, damit auf den Tennisplätzen im Notfall schnelle Hilfe vor Ort geleistet wird. Und auch im Amt als Aufsichtsratsmitglied des Europäischen Tier- und Naturschutzvereines setzt er Akzente.

Viel Zeit investiert der "Mister Ball des Sports", wie Giesen liebevoll von seinen Mitstreitern genannt wird, in die Organisation des Events. Seit zehn Jahren findet er alljährlich im November statt. Angefangen hat dies im Jahre 1999, als die hiesigen Tennisvereine zum Ausklang der Saison einen "Tennis-Ball" ausrichteten. Seit 2005 werden Vereine auch anderer Sportarten mit ins Boot geholt, um ein solches Großereignis auch finanziell auf breitere Füße zu stellen und langfristig zu erhalten.

Über diesen Ball kommen jährlich Spenden zusammen, die an wohltätige Einrichtungen verteilt werden. Bisher wurden insgesamt über 40 000 Euro gesammelt, die an gemeinnützige Stellen gespendet worden sind.

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