Umzug ins Winterquartier: Die Saison wurde am Wochenende von Kretanque 88 am Baackesweg eröffnet.

Benrad
In der beheizten Halle am Baackesweg kann auch im Winter gemütlich weiter gespielt werden.

In der beheizten Halle am Baackesweg kann auch im Winter gemütlich weiter gespielt werden.

Die hölzerne Zielkugel ist das „Schweinchen“.

Jochmann, Dirk (dj), Bild 1 von 2

In der beheizten Halle am Baackesweg kann auch im Winter gemütlich weiter gespielt werden.

Krefeld-Benrad. Der traditionsreiche Sport Pétanque – besser bekannt als Boule – wird schon lange nicht mehr nur auf den charmanten Dorfplätzen Südfrankreichs gespielt. Auch in Krefeld werden die metallenen Kugeln mit Leidenschaft und Hingabe geworfen.

Doch die Sommersaison ist nun vorbei, und wenn das Wetter immer ungemütlicher wird, setzten die wenigsten gerne einen Fuß vor die Tür. Deswegen eröffnete der Krefelder Club Kretanque 88 am Wochenende offiziell die Wintersaison im Palmenhaus am Baackesweg: So wie sich die „Boules“ um die kleine Zielkugel sammeln, so haben sich rund 30 Pétanquebegeisterte aus Krefeld und Umgebung in der umgebauten und beheizten Halle zur Saisoneröffnung getroffen.

„Unsere erste Mannschaft ist vor kurzem in die zweithöchste Liga, die NRW-Liga, aufgestiegen.“

Anke Ahrens

Besonders gute Laune hatten die Kretanque Mitglieder: „Unsere erste Mannschaft ist vor kurzem in die zweithöchste deutsche Spielklasse, der NRW-Liga, aufgestiegen. Im nächsten Frühjahr werden wir dann um den Klassenerhalt kämpfen“, erzählt Anke Ahrens, die die einzige Frau der Mannschaft ist. Neben ihr gehörten noch Hubert Arians, Bernard Bonnery, Bernd Ahrens, Wolfgang Stracke, Thomas Seibod und Philipp Michels zur Mannschaft. Die Turniere im Palmenhaus sind eine gute Vorbereitung.

Zum 25-jährigen Bestehen geht es um ein Preisgeld von 3000 Euro

In der ehemaligen Stadtgärtnerei ertönte am Samstag überall das Klingen von Metall auf Metall, denn die Kugeln sollen möglichst nah an die hölzerne Zielkugel, „Schweinchen“ genannt, heran gespielt werden. Es ist das Wechselspiel zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Gelassenheit und Konzentration, welches den Präzisionssport für die Spieler so attraktiv macht: „Das ist ein reines Taktikspiel, und mit jedem Gegner kommen neue Herausforderungen“, sagt der Präsident des Vereins, Thomas Stock. Geöffnet hat die Halle von Oktober bis März, zehn Bahnen mit einer Länge von elf Metern stehen dort zur Verfügung.

Im kommenden Jahr feiert der Verein sein 25-jähriges Bestehen am 23. Juni. „Wir planen ein Festturnier am Platz der Wiedervereinigung. Erwartet werden rund 400 Spieler aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland, die um ein Preisgeld in Höhe von etwa 3000 Euro spielen werden“, sagt Stock.

Boule heißt auf Deutsch schlicht und einfach „Kugel“. Im Laufe der Zeit entwickelten sich vor allem in Frankreich verschiedene Kugelspiele. Die populärste Variante ist Pétanque, die auch in Deutschland gespielt wird.

Von der Abwurfposition – man muss mit geschlossenen Füßen im Kreis stehen – leitete sich der Name des Spiels ab. Die Bezeichnung für „geschlossene Füße“ heißt auf französisch „pieds tanqués“. Diese beiden Wörter sind schon bald zu einem verschmolzen: Pétanque.

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