Ein Lehrpfad soll die Geschichte der Anlage vor Augen führen.

Ein Lehrpfad durch den Forstwald mit Infotafeln aus Stein soll den Besuchern die Historie der Landwehr näherbringen.  (Entwurf: Harald Hullmann)
Ein Lehrpfad durch den Forstwald mit Infotafeln aus Stein soll den Besuchern die Historie der Landwehr näherbringen. (Entwurf: Harald Hullmann)

Ein Lehrpfad durch den Forstwald mit Infotafeln aus Stein soll den Besuchern die Historie der Landwehr näherbringen. (Entwurf: Harald Hullmann)

Ein Lehrpfad durch den Forstwald mit Infotafeln aus Stein soll den Besuchern die Historie der Landwehr näherbringen. (Entwurf: Harald Hullmann)

Krefeld. Zum Schutz der "Herrlichkeit Creyfelt" hat die Stadt im 14. Jahrhundert einen Landwehrbau erhalten, von dem heute noch im Forstwald gelegene Wälle und Gräben zeugen. Doris Törkel, Leiterin des städtischen Grünflächenamtes, stellte in der Bezirksvertretung West das Konzept vor und hatte dazu Professor Harald Hullmann mitgebracht. Der Kunsthochschul-Dozent, der auch ein Büro in Krefeld hat, präsentierte seine Ideen, die auf allgemeine Anerkennung stießen.

Angedacht ist unter anderem ein Lehrpfad durch den Forstwald auf einem der Dämme, wobei feuerverzinkte Stahlprofile die Silhouette der Wälle entlang des Rundweges darstellen. Außerdem sind aus Stein gehauene Infotafeln vorgesehen.

"Sie sollen auf die historischen Ereignisse wie die Schlachten hinweisen", erläutert Hullmann. "Die Landwehr soll als historisches Element bei einem Spaziergang wahrgenommen werden - zeitgenössisch gestaltet, aber ohne dass man stehen bleiben und lesen muss."

Doris Törkel nahm einige Anregungen und den Wunsch zur Umsetzung mit. Sie will dabei auf einen Bepflanzungsplan mit Ilex-Sträuchern zurückgreifen. Das Konzept sei mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt und bedürfe noch eines verlässlichen Kostenentwurfs.

Zum Schutz der "Herrlichkeit Creyfelt" hat die Stadt im 14. Jahrhundert einen Landwehrbau erhalten. Die bis zu vier Meter hoch angelegten Wälle waren nur noch an Durchlässen mit Schlagbaum passierbar. Dennoch war der Stadtteil Forstwald historisch Schauplatz zweier Schlachten.

Auf der heutigen Linie Forstwald, Gladbacher Straße, Unter- und Obergath verlief seinerzeit die Landwehr. Davon ist in den Stadtteilen Forstwald und Holterhöfe zwischen den einstigen Schlagbäumen Hückelsmay und Stock noch ein etwa 1,6 Kilometer langes Teilstück erhalten.

Diese Landwehr ist ein erstrangiges Bodendenkmal, dessen Profil größtenteils unter Bäumen und Büschen verborgen ist. Im Rahmen des Forstwaldkonzeptes soll diese Substanz erhalten und den Bürgern in Form eines Lehrpfades zugänglich gemacht werden.

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