Aufregung und Nervosität herrschen bei der Generalprobe des Musicals „Carpe Noctem“ der Montessori-Gesamtschule.

Es beginnt irgendwo in Transsylvanien: Tobias von der Weyden (Abronsius), Andreas Storz (Chagal), Frederik Ewerbeck (Alfred) bei der Generalprobe.
Es beginnt irgendwo in Transsylvanien: Tobias von der Weyden (Abronsius), Andreas Storz (Chagal), Frederik Ewerbeck (Alfred) bei der Generalprobe.

Es beginnt irgendwo in Transsylvanien: Tobias von der Weyden (Abronsius), Andreas Storz (Chagal), Frederik Ewerbeck (Alfred) bei der Generalprobe.

Es beginnt irgendwo in Transsylvanien: Tobias von der Weyden (Abronsius), Andreas Storz (Chagal), Frederik Ewerbeck (Alfred) bei der Generalprobe.

Kliedbruch. Die sind ja alle so blass hier! Kunststück, es sind alles kleine und große Vampire. In schwarzen Umhängen, mit roter Seide gefüttert: In der Maria-Montessori Gesamtschule wird ein neues Musical aufgeführt. Und es machen Schüler aus allen Klassen mit, von der 6. bis zur 13. "Ich bemühe mich immer um einen Stoff, bei dem möglichst viele mitmachen können", sagt Marie-Theres Güttsches. Die Musik- und Mathelehrerin, Spielleiterin, greift dann auch schon mal zur Feder und schreibt noch ein paar Rollen dazu.

Die Rolle des kleinen Vampirs ist Hanna auf den Leib geschrieben

In diesem Jahr ist es die zwölfjährige Hanna Batzdorf, die einen Part in dem Stück "Carpe Noctem" auf den Leib geschrieben bekam. Sie ist ein kleiner Vampir, der so schrecklich gerne seine Zähne in frisches Menschenfleisch schlagen möchte.

Aber noch ist sie nicht erwachsen und wird als wiederkehrender Witz immer wieder von einem großen Vampir davon getragen. Hanna Batzdorf, Klasse 6c, spielt und tanzt in diesem Musical. Aufregung? Ja, aber nur ein bisschen. "Ich find es einfach schön", sagt sie strahlend und hüpft auf ihren Schläppchen davon, Aufstellung zum Einmarsch.

Die Geschichte von "Carpe Noctem" beginnt irgendwo in Transsylvanien, wo hübsche Mädchen und liebenswürdige Jungs ein bäuerliches Leben führen. Doch dann wird Sarah, die Tochter der Wirtsleute, sehr verliebt in Alfred, vom Grafen von Krolock entführt. Und der ist ein Vampir. Aber was für einer: Die Rolle des Grafen hat Fabian Rduch übernommen.

Der 20-jährige leistet gerade seinen Zivildienst im Maria-Hilf, hat vor einem Jahr hier sein Abitur abgelegt. Seit der 5. Klasse hat er in der Musical AG mitgemacht. Vor der Probe ist er ein bisschen nervös. Das löst sich beim Spiel: Fabian Rduch verfügt über enorme Bühnenpräsenz. Dieter Bohlen hätte hier kein Futter für Nörgeleien.

Auch nicht bei Corinna Lausch, die die Magda verkörpert. Sie spielt und singt auch schon seit lange in der Musical-Gruppe. Nun steht sie kurz vor dem Abitur, möchte Tiermedizin studieren. Und sicher wird sie auch in ihrer Universitätsstadt einen Chor besuchen. Denn Musik, Tanz und Schauspiel sind durch die Musical-AG Teil ihres Lebens geworden. Corinna Lausch und die anderen Hauptdarsteller bekommen Gesangsunterricht, damit sie sich auf der Bühne frei und sicher ausdrücken können.

Marie-Theres Güttsches verzeichnet in diesem Jahr die enorme Zahl von 170 Mitwirkenden. Und man merkt allen Beteiligten an, mit welcher Freude, welcher Begeisterung, welchem Elan sie ihre Aufgaben stemmen. Technik und Licht sind dabei, Marianne Lüthke hat den Tänzern ihre Choreografie geschrieben, das Orchester spielt die schönste Musik, und dann gibt es da noch die fleißigen Mütter, die nähen und schminken. Im Werkraum brodelt es so richtig vor der Aufführung, und man spricht von einer weiteren Gattung aus dem Reich der Fantasie: "Das ist der Hexenkessel."

Weitere Termine: 3., 5. und 7. Februar.

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