Anwohner in Inrath bekommen im Gesundheitsamt keine Beweise für Krankheitsursache.

Vor gut einem Jahr verteilten betroffene Anwohner an der Hülser Straße Flugblätter. Sie gehen davon aus, dass Infraschall der Firma Siempelkamp sie krank macht.  Archiv
Vor gut einem Jahr verteilten betroffene Anwohner an der Hülser Straße Flugblätter. Sie gehen davon aus, dass Infraschall der Firma Siempelkamp sie krank macht. Archiv

Vor gut einem Jahr verteilten betroffene Anwohner an der Hülser Straße Flugblätter. Sie gehen davon aus, dass Infraschall der Firma Siempelkamp sie krank macht. Archiv

Andreas Bischof:

Vor gut einem Jahr verteilten betroffene Anwohner an der Hülser Straße Flugblätter. Sie gehen davon aus, dass Infraschall der Firma Siempelkamp sie krank macht. Archiv

Krefeld. Der Anwohnerin aus der Nachbarschaft des Unternehmens Siempelkamp kommen die Tränen, als sie gestern in einer Unterbrechung der Sitzung des Umweltausschusses von ihren Beschwerden berichtet, die sie dem Einfluss von Infraschall auf ihren Körper zuschreibt: Schlaflosigkeit, Schmerzen im Kopf und auch in den Beinen, immer nachts, und immer nur in ihrem Haus. Ungestörten Schlaf suchten sie und ihr Mann bei Verwandten in Duisburg oder gar im Auto. „Wir haben alles versucht.“

Die Frau ist eine von acht Personen, die bisher das Angebot angenommen haben, sich vom Gesundheitsamt untersuchen zu lassen. Dieses Angebot der Stadt war zu Jahresbeginn als Reaktion auf den neuerlichen Protest von zahlreichen Anwohnern und einer langen Unterschriftenliste erfolgt.

Das Ergebnis aus der medizinischen Untersuchung und den Gesprächen ist laut Dezernent Thomas Visser wenig erhellend. Man könne nicht belastbar sagen, dass die Menschen von Infraschall betroffen und in der Folge krank geworden seien. „Das ist sehr misslich für die Betroffenen“, sagt Visser im Umweltausschuss. Es gebe kein einheitliches Bild und keine unmittelbaren Ableitungen aus Vorfällen auf die Gesundheit.

37 Personen, die sich auf einer Liste eingetragen hatten, schrieb die Stadt an. Dass nur acht reagierten, habe ihn verwundert, sagt Visser. Einige hätten keinen Termin bekommen, andere „leider das Handtuch geschmissen“, stellt ein Vertreter der Anwohner fest. „Sie können sich jederzeit melden, das Angebot endet nicht am 30. Juni“, macht Visser daraufhin deutlich. Auch wenn die Stadt bei den Untersuchungen „an ihre Grenzen“ stoße, mache die Annahme des Angebots Sinn. Der Arzt leite die Betroffenen weiter und geben Empfehlungen, wo es sinnvoll erscheine.

Energie: Einsparungen bei Verbrauch und Kosten

Ähnlich unbefriedigend für die Ausschussmitglieder ist das Fazit, das Markus Droste, Sachgebietsleiter Energiemanagement bei der Stadt Krefeld, am Ende seines Vortrags über Energieeinsparmöglichkeiten und Energiekostensenkungen zieht.

Detailliert stellt er dar, in welchen der 1300 Gebäude in 530 Liegenschaften er und sein Kollege tätig geworden sind, den Ist-Zustand und den Bedarf festgehalten haben. Was noch fehlt, ist die Umsetzung des Konzepts. „Ich brauche Personal und Geld“, sagt Markus Droste am Ende. Für beides lässt der Nothaushalt zurzeit keinen Spielraum.

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