Ein Investor saniert eine ehemalige Schule für die Elterninitiative.

Anne Friede, Gründungsmitglied der Elterninitiative Kinderzeit, vor dem Gelände am Girmesdyk. Die Kita wurde vor knapp fünf Jahren eröffnet.
Anne Friede, Gründungsmitglied der Elterninitiative Kinderzeit, vor dem Gelände am Girmesdyk. Die Kita wurde vor knapp fünf Jahren eröffnet.

Anne Friede, Gründungsmitglied der Elterninitiative Kinderzeit, vor dem Gelände am Girmesdyk. Die Kita wurde vor knapp fünf Jahren eröffnet.

Die Kita Kinderzeit soll Ende des Jahres an die Nordstraße 53 ziehen.

Bischof, Bild 1 von 2

Anne Friede, Gründungsmitglied der Elterninitiative Kinderzeit, vor dem Gelände am Girmesdyk. Die Kita wurde vor knapp fünf Jahren eröffnet.

Krefeld. Es gibt es eine Lösung für die Elterninitiative Kinderzeit. Die Kita wird voraussichtlich Ende des Jahres vom Girmesdyk an die Nordstraße ziehen. Grund dafür ist, dass der Nutzungsvertrag für die Einrichtung ausläuft und sich die evangelische Kirche als Eigentümer und die Stadt als Mieter nicht über eine Vertragsverlängerung einigen konnten. „Ein Investor, der nicht genannt werden will, hat eine ehemalige Awo-Schule gekauft und baut das für uns um“, erklärt Anne Friede, Leiterin der Kita Kinderzeit.

„Wir waren sehr überrascht. Wir hätten die Kinderzeit gern hier behalten.“

Pfarrer Volker Hendricks

Das Haus an der Nordstraße 53 muss nun erstmal barrierefrei umgebaut werden. Unter anderem wird ein Aufzug eingebaut und die Sanitäranlagen erneuert. „Wir trauern nicht so sehr. Wir sind in dem neuen Haus nicht mehr für alles verantwortlich“, erklärt Friede. Im Haus am Girmesdyk mussten die Eltern viel selbst umbauen und reparieren.

Stadt muss mit der Gemeinde eine Übergangslösung finden

Das Außengelände wird allerdings etwas kleiner sein, als am heutigen Standort. „Wir gehen mit dem dem kompletten Personal rüber, die Gruppen bleiben auch gleich groß.“ Im neuen Gebäude sind die nächsten 25 Jahre abgesichert, die Eltern zahlen nicht mehr als vorher. „Für uns ist das sehr positiv, auch, dass der Vertrag über 25 Jahren geht.“ Wer sich darüber gar nicht freut, ist Pfarrer Volker Hendricks. „Wir waren überrascht. Wir hätten die Kinderzeit gern hier behalten. Ich kann den Träger verstehen, die Eltern wollen Sicherheit. Für uns sah es so aus, als würden wir uns einigen.“ Er frage sich, weshalb die Stadt nun dem neuen Investor Miete zahle anstatt der Kirche. „Warum nicht das bestehende Gebäude nutzen?“, fragt Hendricks.

Doch genau da hat die Stadt keine Möglichkeit gesehen. „Die Voraussetzungen für eine Förderung der Kaltmiete nach dem Kinderbildungsgesetz sind gegeben, da das Gebäude Nordstraße 53 in der Vergangenheit nicht für Kita-Zwecke genutzt wurde und keine Investitionsfördermittel zur Schaffung von Kindergartenplätzen gewährt wurden“, sagt Stadtsprecher Dirk Senger.

Die einzige Frage ist nun noch, wie sich die Kirche mit der Stadt über die Zeit zwischen August und dem Umzug an die Nordstraße einigt. Der Mietvertrag läuft zum 31. Juli aus, das Haus wird dann aber noch nicht fertig saniert sein, „Wir bleiben solange hier bis wir umziehen“, sagt Friede entschlossen. „Wir sind im Gespräch mit der Paulusgemeinde“, erklärt Gerd Ackermann, Fachbereichsleiter Jugend.

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