In Hüls wurde die Verankerung für die geplante Unterkunft von Flüchtlingen fertiggestellt. Der Überbau wird nächste Woche montiert.

Frank Zielke von der Firma Friedrich Struckmeyer GmbH & Co KG errichtet mit seinen Mitarbeitern die Flüchtlingsunterkunft in Hüls.
Frank Zielke von der Firma Friedrich Struckmeyer GmbH & Co KG errichtet mit seinen Mitarbeitern die Flüchtlingsunterkunft in Hüls.

Frank Zielke von der Firma Friedrich Struckmeyer GmbH & Co KG errichtet mit seinen Mitarbeitern die Flüchtlingsunterkunft in Hüls.

Bezirksvorsteher Hans Butzen an den bereits fertiggestellten Containern.

Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Frank Zielke von der Firma Friedrich Struckmeyer GmbH & Co KG errichtet mit seinen Mitarbeitern die Flüchtlingsunterkunft in Hüls.

Krefeld. „Achtung!“, ruft Frank Zielke über den Ascheplatz am Reepenweg. Seine Mitarbeiter, die gerade mit schwerem Gerät Löcher in den Boden bohren, stellen kurz ihre Arbeit ein. Zielke zählt von drei an runter. Dann explodieren sechs Sprengladungen. Wasserfontänen spritzen hoch auf. Und die Arbeit geht im Akkord weiter. „Wir erstellen auf diese Art die Verankerung für die Traglufthalle“, sagt Zielke, der Geschäftsführer der Friedrich Struckmeyer GmbH & Co KG ist, die deutschlandweit Traglufthallen montiert.

Krefelder Firma vermietet Großraum-Hallen deutschlandweit

Die Firma baut Komplettlösungen für Flüchtlingsunterkünfte. Vermietet werden die Traglufthallen und Containerdörfer schlüsselfertig indes vom Kooperationspartner XL–Bau aus Krefeld. „Wir vermieten die Traglufthallen deutschlandweit und auch in Österreich“, sagt deren Geschäftsführer David Rolef. Sowohl die Traglufthalle in Hüls als auch die auf dem Festplatz in Traar wurden von der Stadt bei XL-Bau angemietet.

Anfang Februar sollen die beiden 36 mal 36 Meter großen Massenunterkünfte von jeweils rund 150 Flüchtlingen bezogen werden. In Hüls wird dazu in den kommenden Tagen das Zelt auf die bereits bestehenden Verankerungen aufgebaut. „Sie werden durch auf allen vier Seiten in den Boden eingelassene Stahlrohre gegossen“, sagt Zielke. Durch die Sprengungen werden die Rohre unter der Erde ausgedehnt, dort wird dann der flüssige Beton hineingegossen. „Man kann sich das in etwa vorstellen wie bei Zaunpfosten“, sagt Zielke.

Keine Spätfolgen durch die Beton-Verankerung zu erwarten

Folgen für den Platz sollen durch den unterirdischen Beton nicht entstehen, teilte die Stadt auf WZ-Nachfrage mit. „Für den Standort Reepenweg werden keine Betonfundamente, nur die Verankerungen benötigt. Daher ist der Platz nach Rückbau dieser Verankerungen wieder vollständig als Sportplatz geeignet“, erklärte Stadtsprecher Dirk Senger.

Das Aufstellen der Halle selbst wird in der kommenden Woche (15. und 16. Januar) erfolgen. Danach wird Zielke mit seinem Team mit den Bauarbeiten zur Verankerung der Traglufthalle auf dem Festplatz in Traar beginnen.

Überprüfung des Ascheplatzes blieb ohne Befund

Während die Überbauten am Reepenweg und in Traar erst noch montiert werden müssen, stehen in Hüls schon die Containerbauten. Die Montage der zehn Container erfolgte bereits seit dem 9. Dezember.

Dabei handelt es sich um jeweils zwei Dusch-und WC–Container, drei Container für die Essenssausgabe und den Vorrat von Lebensmitteln, zwei Bauten zum Waschen und Trocknen und ein Container zur Unterkunftsbetreuung.

Die routinemäßig durchgeführte Überprüfung des Ascheplatzes durch den Kampfmittelräumdienst am Reepenweg war ohne Befund geblieben.

Zwischen Weihnachten und Neujahr hatte sich der Hülser Bezirksvorsteher Hans Butzen über den Fortschritt der Bauarbeiten am Reepenweg informiert. „Ich bin mir sicher, dass die Hülser diese Herausforderung schaffen werden“, sagte Butzen.

Leserkommentare (2)


() Registrierte Nutzer