Beim TSC Preussen betreibt manch einer den Sport ein ganzes Leben lang.

Tanzlehrer Fritz und Brigitte Vogel (v.l.) beobachten, wie Renate und Isi Zellner (vorne) tanzen.
Tanzlehrer Fritz und Brigitte Vogel (v.l.) beobachten, wie Renate und Isi Zellner (vorne) tanzen.

Tanzlehrer Fritz und Brigitte Vogel (v.l.) beobachten, wie Renate und Isi Zellner (vorne) tanzen.

Dirk Jochmann

Tanzlehrer Fritz und Brigitte Vogel (v.l.) beobachten, wie Renate und Isi Zellner (vorne) tanzen.

Krefeld-Inrath. Mit 14 das erste Rendezvous, mit 17 der erste gemeinsame Tanzkurs. Heute sind beide 53, tanzen immer noch miteinander - und dies regelmäßig im Tanzsportclub Preussen. "Am liebsten ist mir der Cha-Cha-Cha", sagt Barbara Robertz. Seit vier Jahren sind sie und ihr Mann Mitglieder im Tanzverein, Ulrich Robertz nimmt hier die Aufgaben des Pressewarts wahr. Den Verein gibt es seit 30 Jahren, ursprünglich angefangen hat man mit Eis- und Rollschuhläufern sowie Tänzern.

Heute dreht sich beim TSC Preussen alles ums Tanzen. Ulrich Robertz erklärt den wesentlichen Unterschied zwischen Tanzverein und Tanzschule: "Wer eine Erstausbildung wünscht, der wendet sich an die Tanzschule. Der Tanzverein bietet grundsätzlich keine Erstausbildung an." Deshalb gibt es im Tanzverein Trainer und keine Tanzlehrer. Einsteigerkurse im TSC Preussen sind dennoch möglich, allerdings nur in Verbindung mit dem Stadtsportbund. "Zu uns kommen Leute mit Grundkenntnissen oder Tanzerfahrung, die Spaß am Tanzen haben und es nicht gleich wieder verlernen wollen."

Manche haben keine Lust aufs "Schränke schieben" in der vollen Diskothek, andere schätzen am Verein "die Gemeinschaft, die vielen Partys, die wir hier feiern und natürlich das Tanzen selbst", so wie Eva und Günter Klinkenberg. Wie ein frisch verliebtes Paar strahlen sich die beiden beim Quickstep an. "Wir sind schon seit fünfzehn Jahren im Tanzsportclub", erzählt die attraktive Endfünfzigerin. "Tanzen hält jung", sagt ihr Mann.

Vielen Rhythmusbegeisterten ist der Verein auch noch vom früheren Domizil im ehemaligen Landesjugendheim Fichtenhain bekannt. Seit rund fünf Jahren ist man im Gewerbegebiet auf der Pestalozzistraße in Inrath. Der Tanzsaal bietet genügend Raum.

Tanztrainer Fritz Vogel und seine Frau Brigitte sind beide um die 60 und feiern dieses Jahr "Silber", also ihre 25-jährige Mitgliedschaft. Mit viel Verve und Esprit geben die ehemaligen Turniertänzer ihr Wissen an die Tanzbegeisterten weiter.

Kostenlose Schnupperstunden können vereinbart werden unter Ruf 02152/50340 (Fritz Vogel).

Derzeit zählt der Verein 136 Mitglieder, das jüngste ist vier Jahre alt, die älteste Tänzerin ist über 80. Das Programm umfasst ein breites Spektrum für jedes Alter: Kleinkindertanz, Street-Jazz für Teenager, Turniertanzsport, Gesellschaftstänze Standard und Latein sowie den Seniorentanzkreis. Wobei die Bezeichnung "Senioren" in die Irre führen kann. Beim Turniertanzen kann man auch mit Anfang 30 in der Seniorengruppe tanzen.

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